Von C. Gammelin, C. Hulverscheidt und S. Kornelius

Berlin gegen die EU: An der Finanztragödie Griechenlands wird sich zeigen, ob Europa zusammenwächst - oder ob die altbekannten nationalen Vorbehalte siegen.

Das griechische Finanz-Desaster zeigt, dass Europa nicht ausreichend vorgesorgt hat. Athens riesiger Schuldenberg bedroht nicht nur das eigene Land, sondern die gesamte Wirtschafts- und Währungsunion. Die europäischen Partner wollen nun helfen, wissen aber nicht, wer helfen soll, wie und wann. Das sind die zentralen Fragen:

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Der Griechenland-Streit: Was Deutschland will - und was die meisten EU-Staaten und die EU-Kommission will. (© Grafik: SZ)

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Warum braucht Griechenland einen Notfallplan? Korruption und Misswirtschaft haben die Hellenen zum Rekordschuldner der Eurozone gemacht. In diesem Jahr muss Athen 55 Milliarden Euro dieser Schulden neu finanzieren und dabei beinahe doppelt so hohe Zinsen zahlen wie Deutschland, was eine neue Schuldenspirale auslöst. Den Kollaps soll ein EU-Notfallplan verhindern, der jetzt beschlossen wurde, der aber erst dann in Kraft treten soll, wenn die griechische Regierung darum bittet. Athen will, dass die EU den Plan schnell verabschiedet, um am Markt günstigere Zinsen zu erhalten. Athen steht bereits unter EU-Zwangsverwaltung.

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