Sommerferien 8 Spar-Tipps für die Reise

Schön hier: Blick aufs Pariser Wahrzeichen

(Foto: Sladjana Karvounis/Unsplash; Bearbeitung SZ)

Die großen Ferien beginnen. In der Hauptsaison sind Reisen oft teuer. Hier ein paar Tipps, die die Reisekasse schonen.

Von Matthias Urbach, Finanztip

Endlich Ferien: Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland sind bereits am Wochenende in die Sommerferien gestartet. An diesem Donnerstag folgen Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Bremen. Wer in der Hauptsaison in Urlaub fährt, hat oft Kinder. Deshalb hier Tipps, wie Paare und Familien günstig und stressfrei reisen können.

1. Gegen Unfall und Krankheit absichern: Die Krankenkassen-Karte gilt zwar auch im EU-Ausland, doch oft müssen Reisende draufzahlen, gerade bei kleinen Privatkliniken am Urlaubsort. Zudem sind Rücktransporte nach einem Unfall nicht abgesichert: Sie können Tausende Euro kosten. Eine Auslandsreise-Krankenversicherung ist für Singles schon von 10 Euro an jährlich zu haben. Familien zahlen dafür auch nicht viel mehr. Deshalb sollte jeder eine solche Versicherung vor Abreise abschließen - erst recht dann, wenn man außerhalb der EU unterwegs ist. Das Gute: Diese Versicherungen lassen sich in der Regel noch unmittelbar vor Abreise abschließen.

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2. Reiseimpfungen bei der Kasse einreichen: Für viele Reiseländer empfehlen sich vorab ein paar Impfungen wie gegen Hepatits A, oder sie sind sogar vorgeschrieben wie gegen Gelbfieber. Wer bei der richtigen Krankenkasse versichert ist, kann dieses Geld zurückbekommen. Einige Kassen erstatten nichts, einige bis zu einem festen Betrag (zum Beispiel 100 Euro pro Jahr), andere sogar alles. Eins ist allen Krankenkassen gemein: Der Impfstoff lässt sich nicht über den Arzt abrechnen, Urlauber müssen die Rechnung selbst einreichen.

3. Aus dem Handy ein Navi machen: Wer ins Ausland fährt, kann sich Landkarten sparen, indem er mit seinem Handy navigiert. Doch außerhalb der EU wird das Surfen teuer. Deshalb lohnt es sich, die Karten vorher aufs Handy zu laden. Das geht mit Google Maps, wenn man einen Account für Google anlegt. Vor allem für Wanderer und Radreisende reichen die Karten von Google nicht immer aus. Für sie gibt es Apps, die mit anderem Kartenmaterial arbeiten, zum Beispiel Komoot oder MotionX GPS.

4. Ein wenig von der Fremdsprache lernen: Vor dem Urlaub ein paar Brocken Spanisch lernen? Es gibt kostenlose Apps, mit denen das geht. Viel Spaß macht zum Beispiel Duolingo: Damit kann man drei Sprachen leicht lernen, nämlich Spanisch, Englisch und Französisch. Die App fragt ab, spricht vor und testet die Aussprache. Noch mehr Sprachen findet, wer auf Englisch lernen kann. Dann gibt es auch Lektionen für Portugiesisch, Dänisch, Türkisch, Chinesisch, Japanisch und viele andere Sprachen.

5. Rechtzeitig planen, wie viele Koffer in den Flieger sollen: Wer fliegt, sollte unbedingt ein paar Tage vor Abflug, wie viele Koffer mitgenommen werden sollen. Fast alle Fluglinien sind inzwischen sehr streng bei der Gepäckmitnahme. Oft ist der normale Koffer zum Einchecken gar nicht mehr Teil des normalen Flugtickets, sondern nur Handgepäck. Wer dann erst am Flughafen den Koffer bucht, zahlt drauf. Günstiger ist es in der Regel, das Gepäck online dazu zu buchen.

6. Versicherungen für den Mietwagen: Wer bei seiner Autoversicherung für wenige Euro einen zusätzlichen Schutz für Mietwagen im Ausland abgeschlossen hat, kann auch einen Mietwagen mit geringer Haftpflichtdeckung nehmen. Die vorgeschriebene Deckung ist im Ausland oft sehr viel niedriger als hierzulande: In der Türkei sind es kaum mehr als umgerechnet 20.000 Euro für Sachschäden. Auf den Vollkasko-Schutz sollte man trotzdem achten: Oft gibt es Ausschlüsse wie Reifen, Unterboden oder Glas.

7. Den Geldautomaten immer in Landeswährung belasten: Wichtig an Automaten außerhalb der Euro-Zone: Die Auszahlung immer in Landeswährung ausrechnen lassen, bloß nicht in Euro. Wenn der Automat vorrechnet, wie viele Euro das umgerechnet sind, bekommen Urlauber oft einen schlechten Wechselkurs und zahlen schnell 10 bis 20 Euro drauf.

8. Stadtführung per Smartphone: Die Preise für Stadtführungen können Urlauber bereits von zu Hause aus mit Portalen wie Getyourguide vergleichen. Dort finden sich auch Bewertungen von anderen Kunden. Eine preiswerte Alternative sind Stadtführungen mit dem Smartphone. Die gewünschten Führungen lädt man am besten noch im heimischen W-Lan herunter. Die beste kostenlose App im Test von Computerbild ist "Marco Polo Reiseführer". Noch mehr überzeugt hat die Tester die App mTrip. Die kostet knapp 5 Euro pro Führung.

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    Der Text stammt aus dem aktuellen Newsletter von Finanztip. Er erscheint hier leicht angepasst in einer Kooperation. Finanztip ist gemeinnützig und hilft Verbrauchern bei den täglichen Finanzentscheidungen.