Sahra Wagenknecht von der Linkspartei über Luxus und Klassenkampf, warum sie BMW verstaatlichen will und Deutschland nicht für eine Demokratie hält.
Sahra Wagenknecht, 38, wählt ein Café im Westteil Berlins, um ihre Sicht auf Geld und die Welt zu erläutern. Deutschlands Vorzeigekommunistin ist seit dieser Woche als Vizechefin der Linkspartei im Gespräch, die in der Bundesrepublik immer mehr zum Machtfaktor wird. Im Gespräch erklärt sie, wie sie das Land durch Verstaatlichungen von Konzernen und andere Eingriffe verändern will - und warum sie immer noch "wir" sagt, wenn sie von der DDR spricht.
Prominentes Aushängeschild der Linken: Sahra Wagenknecht. (© Foto: ddp)
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SZ: Frau Wagenknecht, reden wir über Geld. Kürzlich waren Sie mit anderen linken EU-Abgeordneten Hummer essen. Ihre Kollegin knipste das. Sie haben sich die Kamera ausgeliehen und die Fotos gelöscht. Warum?
Sahra Wagenknecht: Ich sah auf den Fotos blöd aus. Niemand ist frei von Eitelkeit.
SZ: Ging es nicht um etwas anderes? Sie als Antikapitalistin und Anklägerin der Reichen wollten Schlagzeilen verhindern, zu denen es nach Bekanntwerden Ihrer Löschaktion doch kam: "Schöne Kommunistin isst Hummer im Nobelrestaurant".
Wagenknecht: Ist das so schlimm? Es war übrigens kein Nobelrestaurant. Der Fischteller, auf dem das beanstandete Hummerteil lag, hat etwas über 20 Euro gekostet. Ich weiß, dass sich viele Menschen das nicht leisten könnten. Trotzdem wird man mir nicht im Ernst unterstellen, dass ich für so ein Hummergericht meine Seele verkaufe.
SZ: Der Eindruck ist doch: Die Wagenknecht isst heimlich Hummer und möchte nicht, dass es bekannt wird.
Wagenknecht: Haben Sie wirklich keine anderen Probleme?
SZ: Haben Sie schon öfter Hummer gegessen?
Wagenknecht: Ich gestehe: Ich habe schon öfter mal Hummer gegessen.
SZ: Ein neues Geständnis.
Wagenknecht: Diese Debatte ist doch verlogen. Ich predige nicht Wasser und trinke selbst Wein. Für den Sozialismus zu sein, heißt, Wein predigen und meinetwegen auch Hummer, aber für alle. Ich bin für eine Gesellschaft, in der alle Menschen Hummer essen können.
SZ: Wir auch!
Wagenknecht: Sehen Sie.
SZ: Die Frage ist doch, ob selbsternannte Kämpfer der Entrechteten ehrlich sind. Und glaubwürdig. Ihr Parteivorsitzender Oskar Lafontaine kassierte lange Zeit ausgerechnet vom Springer-Konzern dicke Honorare für Kolumnen in der Bild-Zeitung.
Wagenknecht: Lafontaine macht linke Politik. Wo ist das Problem? Er hat die Linke zu einer bundesweiten Kraft gemacht, die die anderen Parteien zu sozialen Zugeständnissen zwingt. Er hat die Partei nach links gerückt - das ist gut so.
Lesen Sie weiter, wann staatliche Konzerne ähnlich effizient arbeiten wie private Unternehmen.
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Reden wir über Geld: Udo Lindenberg über den Anti-Rocker Christian Wulff, seine Zeit als Blechtrommler und die Frage, wie man in Würde altert. Jetzt lesen ...
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DIE LINKE demontiert sich doch selbst mit ihren zweifelhaften Forderungen nach Steuerentlastung. Einfach mal nachrechnen lohnt sich ungemein!!! Und wer dann noch glaubt, die Steuerentlastung würde ausgerechnet IHM zugute kommen na, dem wünsche ich ein herzliches Willkommen in der Realität. Nur mal ein paar Fakten:
Einkommen bis zu Höhe von 8.000 sollen nicht besteuert werden. Erhöhung des Spitzensteuersatzes ab 60.000 auf 50 %. Ein Doppelverdienerhaushalt mit einem monatlichen Einkommen von 5.000 zahlt demnach Einkommensteuer in Höhe von 2.500.
Dazu kommen Sozialabgaben in Höhe von 21,55 % vom Bruttoeinkommen = 1.077,50 . Macht eine Gesamtbelastung von 3.577,50 . Verbleibt dem Doppelverdienerehepaar ein Gehalt von sage und schreibe 1.422,50 - pro Person also 711,25 . Dem Ehepaar stünde weniger als ein Drittel seines Bruttoeinkommens zur Verfügung. Hummer für Jeden das ich nicht lauthals lache. Wo ist da die Entlastung? Ein Jahreseinkommen von 8.000 unterliegt bereits jetzt keiner Einkommensteuer, dafür braucht man keine Anträge von DEN LINKEN. Mit diesen Vorschlägen wird die Basis der Bundesrepublik lediglich weiter geschröpft. Selbst die Grünen unsere vormals wider den Stachel lockenden Vorzeigelinken haben begriffen, dass es so nicht funktionieren kann.
Da ist der beste Hummer nicht mehr frisch!
25.04.2008 18:10:49
Moderator (sueddeutsche.de):
"Also lieber Benutzer1100,
ich möchte Ihnen wirklich nicht Ihre Meinung verbieten, aber ich muss Ihnen leider sagen, dass Ihre Mitkommentatoren Recht haben: Bitte bleiben Sie doch bei einer sachlichen Diskussion. Eine venünftige Argumentation kann aus "Wer als bayerischer Bürger nicht die CSU wählt ist gegen JESUS." jawohl nicht erwachsen, oder?
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr Moderator"
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Manes 'Spruch' (s.o. "Wer als bayerischer Bürger...") u n d die Replik der sog. Moderation...sind als 'Fundstück der Woche" einfach nicht zu toppen. Wäre es altersmäßig vorstellbar, könnte der SZ-Mod. ein 'alter' "PARDON"-Redakteur allererster Güte gewesen sein... Auch kann man sich ncht entscheiden, wer einen mehr umwirft...Mane - oder der SZ-Mann (keine Frau...sie hätte diese Satire nicht so pointiert drauf gehabt).. Kurz: Einfach genial. Das war großer Mane.tou...hough...:-)....
Interview: Alexander Hagelüken und Alexander Mühlauer
Sara Wagenknecht und Marx.
Dass sich Sara Wagenknecht, die schöne Vorzeigekommunistin ein Hummergericht für etwa 20 Euro leistet kann ich gut tolerieren. Dass sich Bischof Marx, der Oberhirte der katholischen Kirche in Bayern sein opulentes Gehalt von rund 12000 Euro aus der Staatskasse (nicht Kirchensteuer) finanzieren lässt empört mich vielmehr. Mit diesem Einkommen kann er sich viel Hummer leisten und in seinem Lustschlösschen Suresnes in Herzen Schwabings unbeobachtet genießen.
Rotnase
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