Drei Millionen Haushalte in Deutschland beziehen Ökostrom. Doch nur zwei von drei Angeboten helfen der Umwelt - selbst, wenn der Strommix in diesen Angeboten zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt.
Das klingt nach Energiewende: Rund drei Millionen Haushalte in Deutschland beziehen mittlerweile Ökostrom - zumindest auf dem Papier. Ob sie damit aber auch etwas für die Umwelt tun, ist fraglich. Längst nicht jeder grüne Stromtarif ist wirklich öko, hat die Stiftung Warentest festgestellt.
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Anbieter vom Ökostrom im Überblick. (© )
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Die Tester nahmen Ökostromtarife unter die Lupe, die bundesweit angeboten werden und bei denen sich die Kunden nicht länger als sechs Monate binden. Ergebnis: Von insgesamt 19 Stromangeboten bieten lediglich 13 Tarife "einen echten Umweltnutzen". Der entsteht nur, wenn der verkaufte Ökostrom konventionellen Strom vom Markt verdrängt. "Erst dann wird der Stromsee insgesamt grüner", sagt Simone Vintz, Energieexpertin bei der Stiftung Warentest.
Nicht jeder Ökostromtarif jedoch erfüllt diese Bedingung - selbst, wenn der Strommix darin zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien stammt. Hintergrund: Derzeit wird in Deutschland mehr Ökostrom angeboten, als es Kunden dafür gibt. "Verkauft ein Anbieter nur überschüssigen Ökostrom aus alten Wasserkraftwerken, dann hilft das der Umwelt wenig", sagt Vintz. Nur wenn der Versorger gleichzeitig mit dem Erlös aus dem verkauften Strom neue Ökostromquellen erschließt, treibt das die Energiewende voran.
Einen solchen Zubau an grünen Energiequellen garantieren vor allem unabhängige Stromanbieter (Tabelle). Aber auch einige konventionelle Versorger sorgen mit ihrem Ökostromgeschäft dafür, dass neue Wasser-, Wind- oder Sonnenkraftwerke entstehen. Die Zubauwirkung ist denn auch der wichtigste Aspekt, auf den Verbraucher bei der Auswahl des Stromanbieters achten sollten.
Einen Anhaltspunkt dafür geben Ökostrom-Zertifikate. So werden etwa das "OK-Power-Label" oder das "Grüner-Strom-Label" nur an Anbieter vergeben, die tatsächlich neue Ökostromquellen schaffen.
Allerdings gibt es mittlerweile derart viele Gütesiegel für Ökostrom, dass die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen von einem "Labeldschungel" spricht. Auch sie hat festgestellt: Die Mehrzahl der über 2000 Ökostrom-Angebote in Deutschland "leistet überhaupt keinen oder nur einen sehr geringen Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien". Zum Schutz vor Mogelpackungen fordern die Verbraucherschützer daher ein einheitliches Gütesiegel für Ökostrom - ähnlich wie für Lebensmittel.
Immerhin: Wer sich für Ökostrom entscheidet, zahlt nicht zwingend mehr als für konventionellen Strom. Im Schnitt seien Ökostromtarife mit Gütesiegel günstiger als der Standardtarif des örtlichen Versorgers, heißt es bei der Stiftung Warentest. Von Tarifen mit Vorkasse sollte man aber die Finger lassen. Und: "Die Tarife stets ohne die Bonus-Gutschrift im ersten Jahr vergleichen", rät Simone Vintz. Erst dann werde klar, was der Strom ab dem zweiten Jahr koste.
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- Solarförderung Sonnenstrom mit Fragezeichen 17.11.2011
(SZ vom 27.01.2012/hgn)
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Ökostrom ist halt eine wunderbare Möglichkeit den Bürger für dumm zu verkaufen, während sich Großverbraucher scheckig lachen (wie Grenznachbar schon schrieb sinken dort die Preise und Großteile sind sogar von energie- und ökosteuern befreit während man dem Normalbürger jeden Schrott auferlegt). Vond en 3Millionen die in beziehen den Ökostrom sind wahrscheinlich auch 90% der Meinung das sie "umweltfreundlich" sind nur weil sie einen solchen Strom beziehen. Und bei Labels hörts eh auf. Wahrscheinlich dieselbe "Ökoqualität" wie DGNB Greenbuilding. Wo der Radelständer den selben einfluss auf die Wertung hat wie der Primärenergiebedarf.
Man darf mal herzlichst lachen.
Bei den Wörtern Öko, Bio und Labels kann man gleich nen Haken setzen, denn dort ist der Sachverstand dem Glauben gewichen.
Wenn eine Technologie gut durchdacht ist und Sinn macht benötige ich diese Aufkleber nicht.
@Wum von weg: Sie glauben doch jetzt nicht im ernst das nur der "Ökokunde" neue Anlagen subventioniert. Jeder Steuerzahler macht das. Und was das Benzin betrifft: es fährt nicht jeder Auto weil er es toll findet. Was Ihre Technikangaben betrifft. Die >Realität istd ann doch etwas komplizierter als nur mal flux" Stecker raus-Stecker rein und fertig ist die Laube".
"Der steigende Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromproduktion dämpft weiterhin den Preis an der Strombörse. Im vergangenen Halbjahr ist der Großhandelspreis für die Kilowattstunde Strom kontinuierlich gesunken und hat mittlerweile wieder einen Stand wie vor dem Atommoratorium im Frühjahr 2011.
Der Strompreis für Industrie- und Gewerbekunden ist im zweiten Halbjahr 2011 kontinuierlich gesunken. Das geht aus dem Strompreisindex des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hervor. An dieser Entwicklung haben die Erneuerbaren Energien laut der Agentur für Erneuerbare Energien einen wichtigen Anteil.
Der Strompreis für Industrie- und Gewerbekunden ist im zweiten Halbjahr 2011 kontinuierlich gesunken. Das geht aus dem Strompreisindex des Verbandes der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) hervor"
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"1927 kostete ein ......?
Hübsch die Grünen Blutbürger, ach Wutbürger meine ich. "
Das soll jetzt was heissen? Sie haben doch mit den Benzinpreisen von 1972 angefangen :-((
Ach ja, Ihre "Blut und Ehre" Andeutungen können Sie gerne unterlassen.
Hübsch die Grünen Blutbürger, ach Wutbürger meine ich.
Öl und Brot ist das Leben und nicht der Tod.
von Karl - Heinz Goethe
"Ich kann mich noch sehr gut an Benzinpreise von gut einer D - Mark erinnern. Jetzt zahlt man im Schnit 1,50 Euro. "
LoL, und 1962 haben Sie für ein Kilo Brot 1 DM gezahlt heute 3,50 Euro, das siebenfache ohne Ökosteuer ;-)
"...und beachten Sie künftig, dass es auch eine geistige Gürtellinie gibt. "
Ich lasse mich doch von Ihnen nicht zum Niveaulimbo verführen :o))
Paging