Der Druck auf die USA wächst: Nach Standard & Poor's und Moody's droht nun auch die Ratingagentur Fitch, dem Land die höchste Bonitätsnote "AAA" zu entziehen, sollte die Schuldengrenze nicht rechtzeitig angehoben werden. Ein US-Notenbanker warnt schon, eine falsche Handhabung der Haushaltslage könnte einen weltweiten Makro-Schock auslösen.
Nach Standard & Poor's und Moody's erhöht nun auch die Ratingagentur Fitch den Druck auf die USA bei der Staatsverschuldung. Die USA könnten die höchste Bonitätsnote "AAA" einbüßen, wenn die Schuldenobergrenze nicht rechtzeitig angehoben werde, kündigte Fitch an. Nach den Worten des Präsidenten der Fed von St. Louis, James Bullard, stellt eine Zahlungsunfähigkeit der US-Regierung die größte Gefahr für die Weltwirtschaft dar.
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Fitch ist nach Standard & Poor's und Moody's die dritte Ratingagentur, die droht, den USA die höchste Bonitätsnote "AAA" zu entziehen. (© dpa)
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Der US-Regierung droht am 2. August die Zahlungsunfähigkeit, sollte es im Kongress keine Einigung zur Anhebung der Schuldenobergrenze geben. Eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit würde die Refinanzierung für das Land wesentlich teurer machen. Die Zahlungsunfähigkeit der weltgrößten Volkswirtschaften würde nicht nur die Finanzstabilität der USA sondern der gesamten Welt bedrohen, warnte Fitch.
Ähnlich äußerte sich Bullard in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters. "Die US-Haushaltslage könnte, wenn sie nicht richtig gehandhabt wird, einen weltweiten Makro-Schock auslösen", sagte der Notenbanker. "Die Idee, dass die USA zahlungsunfähig werden könnten, ist eine gefährliche." Bulalrd ist Chef der Fed von St. Louis, einer von 12 regionalen Notenbanken in den USA.
Auch EU-Währungskommissar Olli Rehn bezeichnete die US-Schuldenlage als sehr ernst. Er hoffe, dass im Kongress bald eine Einigung im Streit um das Haushaltsdefizit erzielt werde. Das US-Finanzministerium sagte zur Fitch-Drohung, dies sei "eine weitere starke Mahnung".
Im April hatte bereits die Agentur Standard & Poor's die USA überraschend vor einem Entzug der Bonitäts-Höchstnote "AAA" gewarnt: Ihre Analysten senkten den Ausblick für die Bewertung der Kreditwürdigkeit auf "negativ" von zuvor "stabil".
Einige republikanische Kongressabgeordnete wollen die Zahlungsunfähigkeit als Druckmittel gegen Präsident Barack Obama einsetzen: Sie hatten erklärt, eine kurzzeitige Zahlungsunfähigkeit der Regierung könne hingenommen werden, wenn sie das Präsidialamt dazu zwinge, das riesige Haushaltsdefizit anzugehen.
Die USA hatten Mitte Mai die gesetzlich erlaubte Schuldengrenze erreicht. Sie dürfen sich nun kein frisches Geld mehr leihen. Das Finanzministerium kann nach eigenen Angaben mit Hilfe von Sondermaßnahmen nur noch bis zum 2. August Mittel auftreiben, um Rechnungen zu bezahlen. Wird die Schuldengrenze von derzeit 14,3 Billionen Dollar bis zum Fristablauf nicht erhöht, droht der Staatsbankrott.
An der Wall Street gehen die meisten Experten allerdings davon aus, dass Demokraten wie auch Republikaner den Ernst der Lage erkannt haben und es nach dem üblichen rituellen Zähnefletschen noch rechtzeitig zu einer Einigung kommt. Die Fitch-Drohung sorgte an den Märkten bisher auch kaum für Unruhe.
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(sueddeutsche.de/reuters/feko/jab)
Moderne Verwaltung
Das Triple A besitzt die USA doch nur noch, weil es eigentlich längst eine andere Bedeutung hat. Das Triple A bedeutet im Zusammenhang mit den USA was ganz anderes, nämlich AmA.schAngelangt...
beim jetzigen zustand der finanzen die usa mit AAA einzustufen ist schon völlig falsch, aber wenn die usa mehr schulden machen dürfen, dass könne sie AAA bleiben.
AAA steht also für: hat so viele schulden, dass sich die gläubiger eine pleite des schuldners nicht leisten können, aka dass die gläubiger erpressbar sind.
was für ein irres system.
Die Kommentatoren dieses Artikels deuten es zaghaft in ihren Beiträgen an, ziehen aber den falschen Schluss daraus:
Die Macht liegt schon lange nicht bei den Regierungen sondern bei den Ressourcen (heute: "Geld" als universelles Tauschmittel)
Es ist auch nie anders gewesen. Es mag eine Zeit gegeben haben, da lagen Ressourcen und Amt in den selben Händen. Heute ist das weitestgehend getrennt. Die Macht aber ist beim Geld geblieben und nicht bei den Ämtern.
Wenn man das soweit erkannt hat (was hier ja einige getan haben), wieso meint man dann immer noch, dass man durch staatliche Einflussnahme diese Verhältnisse ändern könnte? Dass man diese Verhältnisse überhaupt (ohne eigene Macht) ändern könnte? Verstehe ich nicht.
Revolution klingt toll. Aber bitte: Solange die Menschen ihren Fernseher und ein Feierabendbier (oder das jeweilige Äquivalent ihrer Kultur und Zeit) haben, werden sie kaum auf die Straße gehen und das aufs Spiel setzen. Nein, Aufstände gibt es erst, wenn die Menschen nichts mehr haben oder wenn sie genug und mehr haben, um sich das leisten zu können. Nur sind die einen leider zu schwach und hungrig und die anderen haben kein Interesse daran, dass sich die Verhältnisse ändern. Revolution wird es sobald nicht geben, Auch nicht nach dem nächsten Finanz- / Wirtschafts- / Irgendwas-Crash. Umso weniger, je weniger die Menschen haben.
Und es wird sich an den Verhältnissen nichts ändern. Der Mensch ist ressourcenhungrig und faul zugleich. Deshalb wird es immer Engpassressourcen geben und jene, die die Engpässe verwalten und verteilen. Und jene haben eben mehr Macht als all die anderen. Fertig.
Sich gegen Machtanhäufig und Ungleichheit unter Menschen auflehnen zu wollen, ist wie Wind und Regen verhindern zu wollen. Man muss lernen damit zu leben und jeder einzelne wird sich überlegen müssen, mit wie viel Würde er das tun möchte.
so wie andere kritische Fachleute auch, den Crash der weltweiten Börsen im August 2011.
ist doch kein Problem:
der MAYA-Kalender erwartet den Weltuntergang im Dez.2012
Das Fegefeuer dazwischen ist also mit 16 Monaten überschaubar!!!!
Die USA haben eine Schuldenobergrenze bei 14xxx Mrd$, das BIP ist ähnlich hoch. Damit liegen die USA noch unter dem Niveau von Griechenland, die liegen irgendwo bei 140%. Deutschland liegt irgendwo bei 80%, die neuen EU Länder und Skandinavier liegen um 50%, die Niederlande bei etwa 60%.
Der Unterschied zwischen den USA und Griechen ist, dass die USA nur mal die Steuern anheben müssen um Einnahmen zu generieren, die Griechen haben nicht mal die Struktur um Steuern bzw. deren Hinterziehung überhaupt sauber zu erfassen. Ein Traum aller FDP Wähler.
Wir Deutschen sind so gesehen dichter an der Pleite wie die Slowaken, Slowenen, Polen, Schweden, Finnen, Rumänen. Vor allem lässt sich aus den Deutschen nicht mehr wirklich was herauspressen, der "Mittelstand" ist bereits belastet wie nirgendwo sonst in Europa.
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