Pakt für Athen: Kanzlerin Angela Merkel überzeugt kurz vor Beginn des EU-Gipfels andere Regierungen von ihrer Rettungsstrategie für das angezählte Griechenland.
Im Streit über Finanzhilfen für das hochverschuldete Griechenland hat sich am Donnerstagabend auf dem EU-Gipfel in Brüssel eine Einigung abgezeichnet. Noch vor Beginn des Treffens verständigte sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy auf einen gemeinsamen Vorschlag für einen Rettungsplan. Sarkozy sagte am Abend: "Wir haben eine Vereinbarung getroffen, die sehr exakt die Konditionen beschreibt, unter denen die EU und der Internationale Währungsfonds (IWF) helfen können." Merkel und Sarkozy stimmten den Plan mit EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy ab, der ihn als "gut für die Euro-Zone" begrüßte.
So sehen Sieger aus: Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. Bereits vor wenigen Tagen hatte Berlin Paris überzeugt, im Fall Griechenland den IWF einzuschalten. (© Foto: Reuters)
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Noch vor dem Abendessen der 27 Staats- und Regierungschefs sollte das Papier unter den sechzehn Euroländern abgestimmt werden. Griechenlands Ministerpräsident Giorgos Papandreou stimmte bereits zuvor zu.
Bereits am Nachmittag waren immer mehr EU-Mitglieder auf Merkels Kurs eingeschwenkt. Der österreichische Vizekanzler Josef Pröll sagte, er bevorzuge "einen Mix aus bilateralen und IWF-Hilfen". Schwedens Ministerpräsident Fredrik Reinfeldt äußerte sich ähnlich. Der IWF könne "eine Rolle spielen". Auch Spaniens Premier José Luis Rodríguez Zapatero erklärte eine IWF-Beteiligung für "zulässig". Luxemburgs Premier Jean-Claude Juncker, Sprecher der Gruppe der Euroländer, zeigte sich ebenfalls offen für eine Kombination aus IWF- und bilateralen Hilfen. "Wir sind heute hier zusammengekommen, um eine Lösung zu finden", sagte Juncker. Die Märkte warteten auf ein Signal.
Der deutsch-französische Vorschlag sah eine Kombination aus bilateralen und IWF-Hilfen vor, wie Merkel es immer verlangt hatte. Die bilateralen EU-Hilfen sollen von allen Euroländern getragen werden, ihre Höhe sich nach dem Anteil eines Staates an der Europäischen Zentralbank (EZB) bemessen. Für Deutschland wären das etwa 27 Prozent. Sonderkonditionen sind ausgeschlossen. Den größeren Teil der Hilfen müssten die Europäer selbst tragen, der IWF soll aber einen "substantiellen Beitrag" leisten, hieß es. Wer die Hilfen koordiniert, soll in den kommenden Tagen vereinbart werden.
Der deutsch-französische Plan sieht vor, dass Hilfen erst gewährt werden, wenn ein Land seine Schulden nicht mehr an den internationalen Kapitalmärkten refinanzieren kann. Europäische Kommission und EZB müssen gemeinsam zur Bewertung gelangen, dass dies der Fall ist. Merkel hatte immer betont, Finanzhilfe müsse "die Ultima Ratio" bleiben. Mögliche bilaterale Hilfen muss die Euro-Gruppe zudem einstimmig beschließen.
Merkel und Sarkozy vereinbarten zudem, alles zu tun, um künftige Krisen zu vermeiden und die Gemeinschaft zu schützen. Sie wollem im Europäischen Rat unter Vorsitz Van Rompuys eine Arbeitsgruppe einsetzen, die bis Ende des Jahres prüfen soll, wie der Stabilitätspakt reformiert, Sanktionen verschärft und die Zusammenarbeit der Länder verbessert werden können. Auch der Ausschluss eine Landes soll offen bleiben.
Van Rompuy soll prüfen lassen, welche Änderungen an den europäischen Verträgen dafür notwendig sind. Die Europäische Zentralbank stellte am Freitag klar, sie werde auf absehbare Zeit griechische Staatsanleihen als Sicherheit akzeptieren.
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(SZ vom 26.03.2010/dmo)
Ägypten
Der EURO ist nicht tot weil Deutschland sich weigert, sondern der EURO ist tot weil sich gewisse Staaten rücksichtslos verschulden; das trifft zu einem gewissen Teil auch auf die BRD selbst zu.
Und zum Thema "Großmachtsgehabe". Es ist rechtlich nicht vorgesehen, dass Staaten anderen Staaten bei der Entschuldung helfen. Das ist nunmal so. Und wieso sollen - im Falle von Griechenland - andere Länder bereits finanziell einspringen ohne dass Griechenland selbst seinen Beitrag schon geleistet hat? Diese Forderung entzieht sich komplett meiner Auffassung von Logik.
Und schließlich ist es schon merkwürdig, dass so mancher Europäer bereits nach Hilfen für Griechenland schreit obwohl die immer schon gesagt haben, dass sie damit alleine zurecht kommen werden. Seltsam ist auch der zeitliche Zusammenhang mit der Herabstufung Portugals, kurz vor dem Meeting, äusserst merkwürdig, wie ich finde.
Die Kakophonie zum Thema Griechenland sollte beendet werden - sprchen wir doch der Fairness halber lieber gleich über alle PIGS.
brd mag sich als gross betrachten aber an der EU treffen ist nur ein stimme eisame dies mal unter gleichberechtigen stimmen, aber genau das ist was brd nicht war haben will das eu ein gemeinschaft sein sollte und nicht ein lebensraum ersatz für grossmacht fantasie
die BRITTEN hatten noch ein mal recht BRD will der euroraum nutzen um macht und einfluss zur erlagen
deutschland soll lieber ein nordpol union gründen und der eismeer fischen vögelfutter verkaufen
Schade, dass Luxemburg einknickt vor den landeseigenen Interessen für die dort befindliche Bankenlandschaft. Lustig ist, dass Luxemburg noch nie interveniert hat gegen das Tätigwerden des IWF in Ungarn (immerhin EU-Land). Da war es plötzlich nicht wichtig eine Schicksalsgemeinschaft zu sein.
Es ist so ziemlich die größte Heuchlerei, tut mir leid, und eine klare Einladung zum "um die Wette Schuldenmachen". Wir sollten uns vom Euro wieder verabschieden, echt, ich will meine D-Mark wieder zurück!!!!
was dieser Zwergenaußenminister hier zu sagen hat, sollen doch die Luxemburger, die Pleitiers der EU retten. Auf wen Sie huier schielen ist doch mit den Händen zu Greifen.
Mal sehen was nach der NRW-Wahl so im Lande los ist, wehe wenn.......
Paging