Geldvermögen der Deutschen Deutsche horten 4.750.000.000.000 Euro

Sie sparen sich reich: Das Geldvermögen der Deutschen ist so hoch wie noch nie. Trotz der Kursverluste an den Kapitalmärkten haben sie ihre Rücklagen weiter stark vermehren können - auf einen Rekordwert.

Die Deutschen sind so reich wie nie. Rund 4.715.000.000.000 - vier Billionen siebenhundertfünfzehn Milliarden - Euro Geldvermögen haben die Deutschen im Jahr 2011 angehäuft. Diese Zahl hat die Bundesbank jetzt bekanntgegeben.

Damit sind die Bürger hierzulande so reich wie nie. Ungeachtet der Kursverluste an den Kapitalmärkten haben sie im vergangenen Jahr ihr Geldvermögen weiter stark vermehren können. Es wuchs um weit überdurchschnittliche 149 Milliarden Euro. Ein leichter Einbruch im dritten Quartal wurde zum Jahresende wieder aufgeholt.

Auch die privaten Schulden stiegen leicht um 21 Milliarden Euro auf 1,55 Billionen Euro. "Dabei sind vor allem Wohnungsbaukredite signifikant gestiegen, was sich auch in reger Bautätigkeit und steigenden Immobilienpreisen widerspiegelte", erklärte die Bundesbank. In der Schuldenkrise investieren immer mehr Verbraucher in Eigenheime - vor allem wegen der niedrigen Zinsen. Als Folge stieg die Verschuldung der privaten Haushalte auf den höchsten Stand seit Sommer 2007.

Als Grund für die positive Vermögensentwicklung nannte die Bundesbank den stabilen Arbeitsmarkt, der für hohe verfügbare Einkommen gesorgt habe.

Als Geldvermögen werden Bargeld, Wertpapiere, Bankeinlagen, Sparbriefe oder Ansprüche gegen Versicherungen gezählt. Sachwerte wie Immobilien sind in der Statistik nicht enthalten.

Die Bundesbank hat auch zusammengestellt, wie sich die Geldvermögen in den vergangenen Jahren entwickelt haben. Mit Ausnahme einiger krisenbedingter Dellen - zuletzt nach der Lehman-Pleite 2008 - häufen die Deutschen seit Jahrzehnten stetig mehr Geldvermögen an. Zum Vergleich: Vor zwanzig Jahren waren es noch weniger als zwei Billionen Euro gewesen - weniger als die Hälfte des heutigen Wertes.