US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac schreibt schwarze Zahlen - und steht damit besser da als der größere Schwesterkonzern Fannie Mae.
Der staatlich kontrollierte US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac hat den ersten Quartalsgewinn seit zwei Jahren verzeichnet. Unter anderem hätten höhere Zinseinnahmen die anhaltend hohen Kreditausfälle wettmachen können, teilte der Branchenzweite mit.
Erwirtschaftete im zweiten Quartal einen Nettogewinn in Höhe von 768 Millionen Dollar: der staatlich kontrollierte US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac. (© Foto: dpa)
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Für die Zukunft bleibt der Hypothekenfinanzierer aber zurückhaltend. "Unser Ausblick bleibt vorsichtig wegen steigender Zwangsversteigerungen, wachsender Arbeitslosigkeit, strengen Regeln bei der Kreditvergabe und dem Widerwillen der Kunden, auf den Markt zurückzukehren", sagte John Koskinen, Interims-Chef bei Freddie Mac.
Im zweiten Quartal erwirtschaftete der Konzern einen Nettogewinn von 768 Millionen Dollar nach einem Verlust von 9,9 Milliarden Dollar im ersten Vierteljahr und einem Defizit von 821 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum. Anders als beim größeren Schwesterkonzern Fannie Mae will Freddie Mac auch keine weitere Kapitalspritze der Regierung.
Fannie Mae erlitt im zweiten Quartal einen Verlust von knapp 15 Milliarden Dollar und musste den Staat erneut um Finanzhilfen bitten. Beide durch die Finanzkrise angeschlagenen Konzerne waren im September 2008 mit staatlichen Hilfen vor dem Kollaps bewahrt worden.
Zusammen besitzen oder garantieren Freddie Mac und Fannie Mae mehr als fünf Billionen Dollar an US-Hypotheken. Die US-Regierung wollte mit der Rettung der beiden Institute den ins Rutschen geratenen Immobilienmarkt stützen und weitere Turbulenzen an den weltweiten Finanzmärkten verhindern.
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(Reuters/hai/mel)
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