Bank-Aktien im Ausverkauf: Trotz der zusätzlichen Staatsgarantien sehen Fachleute derzeit kein Ende des Kursverfalls.
Die Situation wirkt beängstigend. Weltweit geben Regierungen ihren angeschlagenen Großbanken Garantien, sie leihen Kapital, sie kaufen Anteile - und dennoch fallen die Werte der Finanzinstitute immer weiter. Am Mittwoch veroren die Kurse deutscher Banken zeitweise erneut bis zu sieben Prozent, ehe sie sich am Nachmittag erholten. In Großbritannien wird über eine Verstaatlichung von Barclays spekuliert, mit weiteren Hiobsbotschaften rechnen die Börsen offenbar auch in Deutschland.
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Was die Finanzkrise mit den Banken gemacht hat - klicken Sie hier, um die Grafik zu vergrößern. (© Grafik: SZ, Mainka)
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Die jüngste Umfrage der Finanzaufsicht Bafin und Bundesbank ergab, dass von den gut 320 Milliarden Euro, die in notleidenden Wertpapieren investiert sind, erst ein Viertel abgeschrieben worden ist. "Wenn das so ist, kann man davon ausgehen, dass alle befragten 20 Banken in Deutschland pleite sind und verstaatlicht werden müssen", sagt Dieter Hein, Partner des unabhängigen Analysehauses Fairesearch. Dass die Regierungen große Insolvenzen nach der Lehman-Pleite nicht mehr zulassen werden, gilt als sicher. "Das ist gut für Anleiheninvestoren - aber nicht unbedingt für Aktionäre", sagt Andreas Weese, Bankenanalyst bei Unicredit.
Enteignete Aktionäre
Die Verstaatlichungen in Großbritannien zeigten, dass Aktionäre dabei weitgehend enteignet werden können. "Bei der Commerzbank wurde der Kurs durch die Beteiligung des Staates verwässert, außerdem wird das Ergebnis der Bank auf Jahre hinaus unter den hohen Zinsen leiden, die auf die stille Einlage des Bundes gezahlt werden müssen."
Kein Wunder also, dass es weiter abwärts geht. Aktien der Commerzbank und der Deutschen Bank notieren auf dem Stand der frühen 90er Jahre. Die Commerzbank war am Mittwoch nur noch 2,1 Milliarden Euro wert. Bei der Deutschen Bank ist die Marktkapitalisierung auf 9,7 Milliarden Euro geschrumpft (siehe Grafik). Doch der Wertverlust scheint berechtigt. "Die Kreditausfälle der Privat- und Geschäftskunden kommen ja erst noch, nun im Zuge der Rezession", sagt Martin Stürner, Vorstand der Vermögensverwaltung PEH Wertpapier. Darunter könnte vor allem die Commerzbank mit ihrem großen Firmenkundengeschäft leiden, meint Weese. Und niemand wisse genau, wie hoch die Risiken in der Dresdner noch sind.
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Erste Regel: Glaube nie einem sog. Bankexperten!
Wenn von 300 Milliarden erst ein Viertel abgeschrieben ist, bleiben noch 225 übrig, verteilt auf 20 (befragte) Banken, darunter sind aus Landesbanken, kommte im Schnitt auf Jede Bank eine Abschreibung von 11 Milliarden zu, verteilt auf ein paar Jahre:
DAS geht allemal.
Schon wieder wird hier ein Horrorszenaria an die Wand gemalt, das es gar nicht geben kann. Sie stellen hier in der SZ immer den Worst Case als den einzig möglichen Ausgang hin.
Sie haben doch ganz vergessen, dass dei "Bad Bank Light" kommen wird und muss und zudem eine geniale Idee ist; umso schneller umso besser.
Sie vergessen auch, dass heute der CEO von der Bank of America im großen Stil Aktienanteile von BoA gekauft hat wie auch andere Funktionäre dieser Bank. So schlimm kanns also gar nicht sein.
Ich weiß wirklich nicht was das soll!!!