In den USA haben sich Rechteinhaber und Internetprovider geeignigt: Nutzer, die beim illegalen Download von Hollywoodfilmen erwischt werden, sollen künftig eine Warn-E-Mail des Providers bekommen. Im Wiederholungsfall drohen härtere Sanktionen.
Bereits seit Jahren kämpft die amerikanische Musik- und Filmindustrie darum, Downloads von urheberrechtlich geschütztem Material hart zu bestrafen.
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US-Internetanbieter verpflichten sich, Kunden zu informieren, wenn ihr Anschluss für illegale Downloads genutzt wird. (© Paul Giamou)
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Wie in einer Erklärung nachzulesen ist, stehen die Branchenverbände Recording Industry Association of America (RIAA) und Motion Picture Association of America (MPAA) offenbar kurz vor einer Einigung mit den größten Internet-Providern des Landes.
Demnach verpflichten sich die Anbieter, Kunden zu informieren, wenn ihr Anschluss für illegale Downloads genutzt wird. Reagiert der Nutzer auf insgesamt sechs Warnungen per Mail oder Pop-up nicht, müssen die Provider eine härtere Gangart einschlagen: Sie können zum Beispiel die Internet-Geschwindigkeit des Kunden drosseln oder den Browser blockieren, bis sich der Nutzer mit dem Anbieter in Verbindung setzt.
Erziehung der Nutzer
Die Kunden haben die Möglichkeit, sich zu den Anschuldigungen zu äußern und die Maßnahmen überprüfen zu lassen.
"Wenn sie einen Hinweis erhalten, dass von ihrem Anschluss aus Inhalte gestohlen werden, dürfte der größte Teil der Kunden dafür sorgen, dass das aufhört", sagte ein Vertreter des Provider-Verbands National Cable & Telecommunications Association in einer Stellungnahme. Man habe bei der Vereinbarung, das noch nicht unterzeichnet ist, darauf achten wollen, dass der erzieherische Gesichtspunkt im Vordergrund stehe.
Downloads von urheberrechtlich geschütztem Material sorgen in der US-Unterhaltungsindustrie nach eigenen Angaben jedes Jahr für einen Schaden von 16 Milliarden Dollar. Viele Jahre lang hatte die Industrie versucht, das Problem mit Klagen gegen Filesharer zu lösen. Weil dies keinen Abschreckungseffekt hatte, verhandelte man seit längerem mit den Providern über andere Sanktionsmechanismen.
In Frankreich hat der Gesetzgeber bereits vor längerer Zeit eine ähnliche Regelung verabschiedet. Demnach kann dort Filesharern nach wiederholtem Nachweis von illegalen Downloads der Internetzugang gesperrt werden. Diese "Three-Strikes-Law" genannte Regel wird von Internet-Bürgerrechtlern heftig attackiert.
Auch die Einigung in den USA sorgt für Kritik von Netzaktivisten: Das Center for Democracy and Technology warnt der New York Times zufolge davor, dass Internet-Nutzer aufgrund von "Anschuldigungen, die nicht gerichtlich geprüft wurden" bestraft werden könnten.
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Moderne Verwaltung
Ja ja, die guten Rechteinhaber, versuchen alles, um ihren alten Besitzstand zu wahren und wollen darüber nicht sehen, dass sie keine Chance in dieser Hinsicht haben und dieser Zug längst abgefahren ist.
Es wird immer die nächste Generation an technischen Mögichkeiten geben, die nicht kontrolliert werden kann und will, eben weil die meisten geschützten Inhalte den Nutzern keinen Cent wert sind. Die im Artikel kolportierten Verluste dürften wie immer unverschämt daneben sein.
Trotzdem ist der entstehende und hier angestrebte Kollateralschaden an unserer Freiheit viel zu groß, um ihn einfach so hinzunehmen.
Was die Rechteverwerter allerdings machen könnten, wäre den durchaus zahlungsbereiten Kunden ein Angebot zu machen, dass ruhig auch mal besser sein darf als dass der kostenlosen, bösen, bösen Filesharer.
Der NBA League Pass zum Beispiel ist so ein Angebot, iTunes vielleicht grad noch und - tja, da hört es ja auch schon wieder auf...
wo das Volk angeblich der souvären ist.
Hilft mal meinem demokratieverständnis nach, wir haben hier Millionen Bürger (vermutlich sehr hohe Zahl von Menschen, so zumindest heisst es immer) die das System des Filesharing ausüben. Eine Demokratie wo die Macht tatsächlich vom Volk ausgeht, müsste sich also bemühen, den Willen des Volkes, in diesem Fall die uneingeschränkte Verteilung von Kunst und Kultur, durchzusetzen.
Doch wird genau das Gegenteil gemacht. Es wird versucht den Willen von wenigen gegen die vieler durchzubringen. Dabei wird auch kräftig Meinungsbildung durch Dämonisierung betrieben.
Ich möchte hier klarstellen, dass ich strikt dagegen bin, dass mit der harten Arbeit von Künstlern von dritten Geld verdient wird ohne die Künstler angemessen daran zu beteiligen. Jedoch sehe ich da nicht die Filesharer, die die Werke des Künstler durch unkomplizierte und effektive Verteilung nicht nur einem grösseren Kundenkreis zugänglich machen sondern auch seine Bekanntheit und somit seinen Wert erhöhen, in Schuld. Es sind vielmehr die inzwischen zahllosen Organisationen die zwischen Künstler und Kunde ihre Hände aufhalten.
Wenn ich könnte, würde ich sämtliche sog. "piraterie" sofort weltweit abstellen. Nur damit Sie sehen was die Künstler und leider auch einige "Durchlauferhitzer" dem Filesharing alles verdanken.
Macht euch endlich Gedanken, wie Ihr unnötige zwischenstationen zwischen Künstler und Kunstliebhaber elimieren und so für bessere Preise sorgen könnt. Der Künstler, der also der tatsächlich gearbeitet hat, dem ich Film, Spiel, Musik den ich so geniesse verdanke, der soll mein Geld auch kriegen....nur der und diejenigen die Ihm bei seiner Arbeit tatkräftig und effektiv unterstützen.
Ein großer Teil der Dateien die durch Tauschbörsen und Filehoster weitergegeben wird, ist legal, da keine Urheberrechtsverletzung beim Weitergeben vorliegt. Dazu gehören Open Source Software, sowie große Dateien, die vom Rechteinhaber auf diese Weise verteilt werden.
Alle Nutzer solcher Dienste unter Generalverdacht zu stellen, um die finanziellen Interessen einzelner Unternehmen zu schützen widerspricht deutlich meinem Demokratieempfinden.
Besonders die GEMA vernachlässigt ihre eigentliche Aufgabe zu Gunsten ihrer Interessen.
Wie sonst kann es sein, dass z.B. auf Youtube Vidoes gesperrt werden, die ein Künstler selbst hochgeladen hat, nur weil die GEMA von Youtube kein Geld für die videos bekommt?
Nicht Kinderpornographie, Terrorverdacht und ähnliche Angstthemen sind es, wohin diese Gesetze alle zielen!
Es scheint so, als ob die Piratenbewegung nochmal Feuer bekommt! So verkehrt ist das gar nicht.
In Deutschland versuchen die Verlags-, Musik- und Filmbranche gerade die Bundesregierung zu drängen, zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen im Internet eine Speicherung von Nutzerdaten vorzuschreiben.
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Es geht doch gar nicht um Geld...