Spionage US-Geheimdienst schießt Kraken-Satelliten ins All

Der wird in die Luft gehen: Geheimdienst-PR mit Krake

Angeblich ist für sie nichts außer Reichweite: Die USA haben eine Rakete starten lassen, die Spionagesatelliten transportiert. Ausgerechnet ein Krake schmückt die Rakete.

Der Geheimdienst NRO ist realtiv unbekannt, hat aber den drittgrößten Etat aller US-Spionageabteilungen. Das National Reconaissance Office - frei übersetzt: das Nationale Aufklärungsamt - betreibt das staatliche Satellitenprogramm. Es steuert weltweit die Augen für Geheimdienste und Militär.

Mitten in der Diskussion über die übergriffige US-Überwachung hat das NRO wieder eine Rakete starten lassen. Motto: Nothing is beyond our reach. Nichts ist für uns unerreichbar. Logo: ein Krake.

An Bord war geheime Ladung. Das NRO machte nur öffentlich, dass darunter zwölf sogenannte Cubesats sind, kleine Satelliten in Würfelform.

Das Büro des Geheimdienstdirektors twitterte mehrere Fotos von der Rakete und dem Start.

Der Bürgerrechtsaktivist Christopher Soghoian wunderte sich über die Öffentlichkeitsarbeit der Geheimdienste. "Ihr wollt doch das massenweise Ausspähen kleinreden. Das Logo hilft dabei nicht."

Bisherige Symbole für Satellitenstarts waren ein Bulle, ein Bison, ein Panther und ein blauer dreiköpfiger Vogel.