Die Internetplattform Facebook gönnt den Profilseiten seiner Mitglieder eine Runderneuerung - und erfährt so noch mehr über seine Nutzer.
Das Internetunternehmen Facebook erweitert die Profilseiten, die jeder Nutzer über sich selbst in dem gleichnamigen sozialen Netzwerk anlegen kann - und entlockt so seinen weltweit etwa 500 Millionen Nutzern noch mehr über ihr Leben.
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Unter der Lupe: Facebook weiß künftig noch mehr über seine Mitglieder - zumindest, wenn diese ihre Profilinformationen aktivieren. (© dpa)
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Details wie der Wohnort, der Arbeitsplatz oder das Geburtsdatum sollen ebenso wie mehrere Fotos an prominenter Stelle platziert werden. Dies solle als eine Art Eisbrecher dienen, um mit anderen ins Gespräch zu kommen, kündigte das Unternehmen mit Sitz im kalifornischen Palo Alto an. Die Nutzer können das neue Layout sofort selbst einrichten, für alle anderen setzt Facebook die Neuerung bis Anfang kommenden Jahres um.
Erst vor wenigen Wochen hatte Facebook eine Kommunikationsplattform angekündigt, die auf den Rivalen Google und dessen kostenlosen E-Mail-Dienst GMail zielt. Zudem bietet Facebook seit kurzem die Möglichkeit, per GPS seinen Standort anzugeben und so Rabatte bei Restaurants oder Läden in der Nähe auf dem Handy zu erhalten.
So versucht Facebook, sich neben den Anzeigen auf seiner Internetseite auch ein großes Stück des wachsenden Markts für lokale Werbung zu sichern. Den Wert des Unternehmens, das erst vor sechs Jahren gegründet wurde, schätzen Branchenbeobachter auf 43 Milliarden Dollar.
Wie Facebook-Manager Peter Deng bei der Präsentation der neuen Profilseiten erläuterte, sollen diese vor allem attraktiver und einfacher zu handhaben sein. Auf der oberen Profilseite sollen nun automatisch die aktuellsten Fotos erscheinen, auf denen Mitglieder von anderen markiert wurden.
Projekte und Profildetails
Jeder kann diese aber auch ausblenden lassen. Einige Neuerungen zeigen zudem, wie wichtig das soziale Netzwerk inzwischen im Berufsleben geworden ist. Unter der Kategorie "Arbeit und Ausbildung" kann man konkrete Projekte eintragen - und sogar angeben, mit wem man daran arbeitet.
Seine Datenschutzrichtlinien will Facebook nicht ändern. Auch die neue Profilseite mit den zusätzlichen Details könne nur derjenige einsehen, den ein Nutzer als "Freund" zulässt.
Dennoch gibt es einige Änderungen, die wertvolle Zusatzinformationen über Millionen Mitglieder liefern dürften: Während Freunde bislang ungeordnet am Rand der Profilseite auftauchten, werden sie nun danach gelistet, wie nahe sie einem stehen - etwa weil man sie häufig über Facebook kontaktiert.
Und jeder kann zudem inzwischen eigene Listen anlegen: Kollegen, Bekannte aus dem Sportverein oder eben die besten Freunde. Ein Blogger des Onlinemagazins Tech Crunch witzelte bereits, dass dies bei vielen Teenagern Panikattacken auslösen werde.
Lesen Sie hierzu Berichte in der Süddeutschen Zeitung.
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- Mobiles Geo-Tracking Facebook: Köder für die Schnäppchen-Jäger 04.11.2010
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(SZ vom 07.12.2010/joku)
Mmmh, ich kann nicht beurteilen, wie viel Ahnung der Autor wirklich von der Materie hat aber die Listen gibt es bei Facebook schon länger, das ist keine Neuerung.
Mit Hilfe dieser Listen kann man übrigens sehr genau sortieren, wer welche Informationen erhält, wer welches Foto sehen, wer welchen Text lesen und welchem Link folgen darf. Wer nicht zwischen Arbeitskollegen, Bekannten und guten Freunden unterscheidet, ist selber schuld. Man sollte halt nicht mit einem komplizierten Spielzeug spielen ohne die Gebrauchsanweisung zu lesen.