Die Mehrfinger-Steuerung des Google-Handys Nexus One könnte dem Konzern zum Verhängnis werden: Apple hat Klage eingereicht - und könnte damit eine juristische Schlacht einleiten.
Lange Zeit waren Apple und Google die dicksten Freunde. Geeint durch den gemeinsamen Gegner Microsoft kooperierten die kalifornischen Nachbarn auf verschiedensten Ebenen.
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Apples iPhone (links) und ein HTC-Handy: Der wahre Gegner heißt Google. (© Foto: Reuters)
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Als Großabnehmer von Laptops mit dem Apfel-Logo dürfte Google der größte Unternehmenskunde von Apple sein. Und auf Apple-Produkten wie dem Betriebssystem Mac OS X und dem iPhone sind wiederum die Suchdienste von Google voreingestellt.
Doch mit der Patentklage von Apple gegen den taiwanesischen Handy-Produzenten HTC hat sich das Verhältnis zwischen Apple und Google nun endgültig in einen knallhart ausgetragenen Streit um die Zukunft des mobilen Internets verwandelt.
Auf den ersten Blick haben die Klage von Apple vor einem US- Bezirksgericht in Delaware und die Beschwerde vor der Internationalen Handelskommission (ITC) gegen HTC nichts mit Google zu tun. Doch liest man die Unterlagen genau, zeigt sich sehr schnell, dass Apple sich vor allem gegen das Handy-Betriebssystem Android wendet, das maßgeblich von Google entwickelt wurde.
"Mann, haben wir das patentieren lassen"
HTC ist weltweit der wichtigste Hersteller von Android- Smartphones. HTC bringt Telefone unter der eigenen Marke in die Läden, produziert aber auch das Google-Smartphone Nexus One, das von dem Suchmaschinen-Riesen direkt über das Internet vertrieben wird. Nach Angaben von Google-Chef Eric Schmidt werden derzeit rund 60.000 Android-Handys jeden Tag ausgeliefert.
Apple wirft nun HTC vor, mit seinen Produkten gegen 20 Patente verstoßen zu haben. Eine Kernfunktion, um die es dabei geht, heißt "Multitouch". Bei der Vorstellung des ersten iPhone-Modells im Januar 2007 beschrieb Apple-Chef Steve Jobs "Multitouch" so: "Es funktioniert magisch. Man benötigt keinen Eingabestift. Es ist viel genauer, als jedes andere berührungsempfindliche Display. Es ignoriert unbewusst gemachte Eingaben. Es ist supersmart. Man kann mit mehreren Fingern Gesten eingeben. Und, Mann, haben wir das patentieren lassen."
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Bitte verzeihen Sie mir meine Ausdrucksweise, aber selbst die Argumentation einiger Leser hier ist einfach nur....zum Kotzen.
Ich bin selber Applenutzer und ich muss sagen, wems nicht passt, der solls lassen, ganz einfach.
Ich bin wunderbar zufrieden mit meinem iPhone 4. Es funktioniert und beschwert sich nie. Die Multitouch funktion, habe ich in so einer Ausfuehrung vorher noch nicht gesehen. Selbst als die ersten Androidphones auf den Mark kamen, war ich neugierig und habe sie mir angeguckt und meine freunde gefragt wie sie damit zurecht kaemen. Auch diese waren zufrieden.
Immer wieder darf ich mir anhoeren "ihh ein scheiss apple-fanboy", was soll dieses ganze? Hab ich ein verbrechen begangen damit, dass ich ein Mobiltelefon von einem bestimmten hersteller nutze?
Diese Patentstreits, kann ich durchaus nachvollziehen, und das Beispiel mit Columbus finde ich durchaus treffend. Wenn jemand etwas erfindet, und sich den Profit daraus sichern moechte, warum nicht? Wuerde ich genauso machen. Ebenso hat Google mit Android sich etliche Funktionalitaeten patentieren lassen.
Es stoert mich nur einfach, dass hier im Allgemeinen in den Artikeln Partei ergriffen wird. Es ist meist Apple, nicht immer, aber immer oefter. Ist es denn niemandem moeglich diese Sachen ganz objektiv zu sehen? Ich bezweifle, dass selbst die "Patent-Richter" in den USA diese Geschichte objektiv behandeln.
mfg
s0ur
Es ist Unsinn, sich Dinge patentieren zu lassen, die auf der Hand liegen. Apple hat dadurch, dass Sie solche Technik als erste in Mobiltelefonen eingebaut haben wahrlich genug Geld verdient und das war auch gut so. Jetzt künstlich Konkurrenz verhindern zu wollen und damit Weiterentwicklung ist dagegen ganz mies ...
Apple wird mir jeden Tag unsympathischer und ich glaube, ich bin mit diesem Gefühl nicht allein.
@LM: "was würden Sie sagen, wenn Sie aus ihrer eigenen geistig schöpferischen Arbeit etwas hervorbringen und jemand sich Ihre Idee zu Nutze macht, ohne sie wenigstens danach gefragt zu haben? Oder sich durch Ihre Idee sogar kommerziell bereichert? Ich glaube das würden Sie mit ganz anderen Augen betrachten.
Da ich schöpferisch tätig bin, passiert das täglich.
Wichtig ist hier für mich der Umfang. Erstelle ich ein Programm mit runden Ecken, wäre ich nicht böse, wenn sich einer sagt: "Hey, das sieht schön aus, ich mache das bei meinem Programm auch."
Übernimmt er hingegen das komplette Programm, ist das etwas anderes.
Trivialitäten ist hier schon der richtige Ausdruck. Der Programmmanager von Windows 3.11 und später das Startmenü waren Produkte der Tatsache, dass irgendjemand, ich denke es war sogar Apple, sich den leeren Desktop patentieren lassen konnte!
Schutz geistigen Eigentums in allen Ehren, aber wenn man so elementare Dinge der fremden Nutzung entziehen kann, geht der Schuss nach hinten los!
Viele Ideen liegen eben so sehr auf der Hand, dass mehr als nur einer darauf kommt. Und dann soll entscheiden, wer die 250.000 Dollar zahlen kann, um sie bei einer davon lebenden Institution aufzuschreiben und alle anderen haben das Nachsehen?
Als Kreativer kann ich da nur sagen: Bulls.hit! Das hilft nicht mir, das hilft denen, die mit der Vermarktung von Ideen-Bruchstücken ihr Geld vermehren, ohne die Idee womöglich selbst gehabt zu haben!
Es ist schon sehr erstaunlich, wie sich Apple an Winzigkeiten festhält. Industriespionage ist unzulässig, aber dennoch sollten Technologien für alle Menschen verfügbar sein und nicht gekoppelt an teure Verträge für das IPhone mit T-Mobile. Als nächstes lässt sich Apple den biologischen Apfel patentieren und verklagt jeden Menschen, welcher einen isst. Auch ein Patent für das Atmen wäre doch sicherlich mal interessant? Übertreibung ist ein Mittel der Verdeutlichung, sei in diesem Falle angemerkt.
Apple versucht sich mit seiner bedingungslosen Fangemeide im Rücken in manchen Bereichen zu etablieren und geht mit der aus Ansichten der Fangemeide entspringenden Arroganz in den Markt hinein. Apple lässt keine Fremdprodukte in ihr Produktportfolio hinein, aber schließlich haben sie ja eine gute Ausrede, indem sie sagen, dass somit die Hard- und Software perfekt aufeinander abgestimmt wären. Das stimmt, aber dennoch ist es nicht rechtens. Und ja, Appleanhänger sagen jetzt, dann möge ich mir keinen Apple kaufen, denen sei gesagt, dass ich dies auch nicht mache. Wie dem auch sei, sollte man sich an Microsoft erinnern, die darauf verklagt wurden, eine Windows Version ohne Windows Media Player in Europa anzubieten. Wurde eine vergleichbare Frage über Apples Vorgehen jemals gestellt?
Bei der Größe der beiden Potentaten verspricht ein triviales Patent auf alle Fälle brillante Anwälte.
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