Online-Speicherdienst "Mega" Kim Dotcom blockiert Filesharing-Seite

Online-Speicherdienst Mega: Privatsphäre nicht Piraterie

(Foto: AFP)

Immer wieder hat er behauptet, er nehme das Urheberrecht ernst. Jetzt konnte er es beweisen: Kim Dotcom hat einer auf Mega basierenden Filsharing-Seite den Zugang zu seinen Servern gekappt.

Es kam natürlich wie es kommen musste. Plötzlich war da diese Webseite, die drohte, all die Beteuerungen des Kim Dotcom als bloße Behauptungen zu entlarven. Seit Wochen schon versucht sich der Internetunternehmer als Retter der Privatsphäre im Internet zu inszenieren und damit seinen Ruf als Urheberrechtsverletzer loszuwerden.

Doch Gelegenheit zu demonstrieren, wie ernst es Dotcom mit dem neuen Image als seriösen Geschäftsmann meint, gab es nicht. Plötzlich aber war da diese Webseite und Dotcom konnte reagieren. Und er reagierte schnell.

Weniger als 24 Stunden nachdem erste Medien berichtet hatten, dass es über den Internetdienst "Mega-Search" möglich sei, urheberrechtlich geschützte Dateien auf Mega aufzuspüren und herunterzuladen, kappte Dotcom mittels eines Scripts den Zugriff auf seine Server. Es sei zwar nicht die Aufgabe von Mega, "proaktiv" über die Einhaltung des Urheberrechts zu wachen, schrieb Dotcom, wer aber durch Links den Namen seines Unternehmens missbrauche, werde geblockt.

Und tatsächlich: Inzwischen werden "Mega-Search"-Nutzer von einem Hinweis in französischer Sprache begrüßt, der besagt, dass die Seite derzeit nicht funktionsfähig sei. Allerdings arbeite man an einer Behebung des Problems. Ob und wie schnell das der Fall sein wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Klar aber ist, dass es vermutlich nicht das letzte Mal sein wird, dass Mega im Zusammenhang mit Urheberrechtsverletzungen genannt werden wird.