Ebay zwingt kleinere Händler, das eigene Bezahlsystem zu nutzen. Doch es gibt Alternativen zum Online-Auktionshaus. Die wichtigsten Fragen und Antworten zu den Änderungen.
Ebay-Kunden haben in den vergangenen Jahren viel durchgemacht. Im Abstand von wenigen Monaten verändert das Online-Auktionshaus seine Regeln.
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Ebay-Unternehmenssitz in San José: Regeländerung in Deutschland macht Paypal zur Pflicht (© Foto: AP)
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Die jüngste Vorgabe: Wenigverkäufer und Neueinsteiger müssen das Ebay-eigene Bezahlsystem Paypal nutzen, bei dem noch einmal Gebühren fällig werden. Im Internet kocht die Wut hoch: "Wer kennt eine Alternative zu Ebay?" oder "Paypal? Niemals!", lauten die erbosten Kommentare. Hier die wichtigsten Fragen und Antworten:
Für wen gilt die Paypal-Pflicht?
Wer weniger als 50 Bewertungspunkte auf dem Marktplatz von Ebay hat, muss Paypal als eine Option zum Bezahlen anbieten. Verkäufern steht es bei den Auktionen weiter frei, dem Käufer auch andere Wege zum Begleichen der Schuld zu ermöglichen, etwa durch Überweisung oder Nachnahme. Bewertungspunkte kann ein Händler nach einer geglückten Auktion von seinem Kunden bekommen, der Käufer muss aber nicht bewerten. Die neue Ebay-Regel trifft deshalb in erster Linie Neueinsteiger im Auktionsgeschäft und Gelegenheitsverkäufer.
Was kostet Paypal?
Käufer zahlen bei einer Auktion mit dem Bezahlsystem Paypal nichts, außerdem geht es rasend schnell: Das Geld kommt quasi beim Mausklick schon beim Händler an. Für den Verkäufer allerdings ist Paypal eine kostspielige Angelegenheit: Er zahlt in der Regel eine Gebühr von 1,9 Prozent auf das eingegangene Geld zuzüglich 0,35 Euro. Bei Zahlungen außerhalb Europas wird es noch teurer. Bei hohen Umsätzen gibt es Rabatt.
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ich verkaufe auf ebay bereits seit einigen jahren und bin wirklich sehr enttäuscht worden im laufe der letzten zeit. mir bleibt kaum noch etwas übrig von meinen verkäufen und das obwohl ich powerseller bin d.h. ich habe ebay tschüss gesagt.
ich habe "online auktionshaus" gegoogelt und dann smartvie gefunden, kennt die jemand bzw hat jemand Erfahrung mit der Plattform gemacht?
Die Konditionen scheinen ja sehr gut zu sein, und Verkäufe hat es auch schon ein paar anscheinend gegeben.
wirtschaft so vorstellt... wenn einem etwas nicht passt, sucht man sich eben einen neuen job. es ist davon auszugehen, dass tausende von gewerblichen händlern auf ebay solche tipps nicht sehr hilfreich finden.
das ist ja auch das problem: nicht diejenigen, die 3 x im Quartal etwas bei ebay kaufen (und dies selbstverständlich nach belieben unterlassen können) sondern die, deren existenz davon abhängt, leiden unter ebays willkür.
Es mag sein, dass der Zwang, Paypal zu verwenden nervt. Aber es hat auch einen guten Grund. Wie kann ich sonst als Käufer sicher gehen, meine Ware zu erhalten, falls der Verkäufer unehrlich ist?
Genauso hielt ich die Änderung von ebay beim Bewertungssystem für überfällig, die vor noch nicht allzu langer Zeit eingeführt worden war:
Zuerst konnte der Käufer den Verkäufer bewerten und dann erst der Verkäufer den Käufer. Das führte mehr als einmal bei einigen zwielichtigen Schlaumeiern dazu, dass sie das Urteil des Käufers abwarteten und dann diesem ein ebensolches verpassten, auch wenn der Käufer extrem zuverlässig war bekam er eine negative Bewertung aus Rache, weil er den Verkäufer für seinen hoch angepriesenen Ramsch mies bewertet hatte. Diese endlich abgeschaffte Bewertungsmöglichkeit half vor allem Betrügern.
nicht wegen ihrer Sach- Fachkompentenz, die ohnehin nur in wenigen Kommentaren zum Vorschein kommt, sondern wegen der ganzen Querulanten, die dank Online-Zugang und SZ-Account endlich in der Lage sind, allen mitzuteilen, was sie umtreibt. Ehrlich gesagt suche ich mir Artikel, die ich lesen will, hier vorwiegend danach aus, welcher die "kritischsten" Kommentare verspricht...Vor allem diejenigen, sie sich jeder Meinung anschliessen, solange sie nur nicht "Mainstream" ist, haben es mir angetan! Sehr unterhaltsam! Weiter so!
Wem es genauso geht, der gebe mir ein "grün"!
Zum Thema: Wenn Ebay bislang eine monopolähnliche Stellung hatte, dann doch nicht deshalb, weil es ein ehemaliges Staatsunternehmen ist, sondern, weil schlicht viele sich freiwillig aus nachvollziehbaren Gründen dafür entschieden haben, diese und nicht eine andere Plattform für ihre Käufe und Verkäufe zu nutzen.
Sorgt Ebay dafür, dass diese Gründe nach und nach wegfallen, so wird auch die böse Monopolstellung nicht mehr lange halten.
Von daher verstehe ich den ganzen Aufruhr hier nicht. Aber wie gesagt, ist er sehr unterhaltsam...
bücher verkaufe ich schon nicht mehr bei eBay, seit der kostelose versand erzwungen wurde (was jetzt ja wieder abgeschafft wird, dafür aber durch den unsäglichen paypal-zwang ersetzt wird). booklooker ist eine gute alternative, zumindest für bücher, filme und cd's, die man nicht sofort loswerden muss - die gebühren sind weitaus geringer als bei amazon.
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