Mehr als wertloser Elektroschrott Wie man sein altes Handy zu Geld macht

Wer sich ein neues Smartphone kauft, sollte sein altes, ausgemustertes Handy nicht einfach wegwerfen. Im Internet gibt es mittlerweile einen Gebrauchtmarkt für Mobiltelefone - hier lässt sich das Gerät noch gut verkaufen.

Mehr als 72 Millionen alte Handys horten die Deutschen nach einer Studie des Branchenverbands Bitkom. Neue Modelle und grundlegende Systeminnovationen wie die Einführung von Smartphones und 3D-fähigen Mobiltelefonen verleiten Nutzer seit Jahren zur Anschaffung neuer Geräte, noch bevor ihre aktuellen den Geist aufgeben.

Auf diese Smartphones lohnt ein Blick

mehr...

Die ausgemusterten Handys sind dabei keineswegs wertloser Elektroschrott, sondern können ihren Besitzern auf dem Gebrauchtmarkt für Mobiltelefone Geld bringen.

Seit langem schon bieten Mobilfunkanbieter ihren Kunden die Möglichkeit an, Altgeräte abzugeben und kostenlos recyceln zu lassen. Denn die Elektrobauteile der Handys enthalten Edelmetalle wie Kupfer und sogenannte seltene Erden wie Tantal, die als kostbare Rohstoffe gelten.

Doch neben diesem klassischen Weg der Entsorgung, zu dem auch das Recycling über kommunale Abfallsammelstellen gehört und der den Nutzern finanziell nichts bringt, hat sich inzwischen ein neues Verwertungsmodell etabliert: der Verkauf über Internetseiten von Händlern, die gezielt nach gebrauchten Handys suchen.

Bei "Wirkaufens" und vergleichbaren Webportalen wie "Zonzoo" oder "Rebuy" können Verbraucher ihre Geräte online anbieten, ihren Zustand beschreiben und bekommen sofort ein Preisangebot. Sind sie damit einverstanden, erhalten sie einen Paketbeschriftungszettel per E-Mail zum Ausdrucken zugesandt, mit dem sie ihr Handy kostenlos einschicken können.

Das Geld wird anschließend überwiesen. In den USA und in Großbritannien gebe es derartige Angebote schon länger, aber auch in Deutschland komme das Gebrauchtelektronik-Geschäft in Fahrt, sagt Christian Wolf, Chef der "Wirkaufens"-Betreiberfirma asgoodas.nu in Frankfurt an der Oder.