IT-SicherheitFünf gute Passwort-Manager im Vergleich

Dienste wie Lastpass und 1Password speichern Login-Daten für alle Konten. Für wen lohnt sich das? Ist das sicher? Welches Programm bietet am meisten?

Fast jeder Internet-Nutzer weiß, wie ein sicheres Passwort aussieht. Es enthält Groß- und Kleinschreibung, Sonderzeichen und Zahlen und besteht aus mindestens acht, besser noch zwölf oder mehr Zeichen. Sich solche Kombinationen auszudenken, ist relativ einfach - dafür reicht ein Zufallsgenerator oder wildes Tippen auf der Tastatur. Doch für Dutzende Konten unterschiedliche Passwörter festzulegen und alle im Kopf zu behalten, funktioniert nur für Gedächtniskünstler. Folgerichtig gehören "123456" oder "passwort" immer noch zu den Kennwörtern, die am häufigsten verwendet werden.

Passwort-Manager versprechen Abhilfe. Sie speichern alle Login-Informationen in einer Datenbank, für die es dann nur noch ein einziges Kennwort brauch. Die Anbieter werben mit Begriffen wie "AES 256"- oder "PBKDF2"-Verschlüsselung, die normalen Nutzern wenig sagen. "Das sind bewährte Sicherheitstechnologien, die schon in vielen Bereichen erfolgreich eingesetzt werden", sagt Peter Mayer, Sicherheitsforscher an der TU Darmstadt.

Viele Dienste bieten zusätzliche Sicherungsmöglichkeiten wie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA). Sie erfordert neben dem Passwort eine einmalige Pin-Nummer, die mit einer App auf dem Smartphone erzeugt werden kann. Teilweise funktioniert der Login auch mit Codes, die sogar dem Betreiber des Passwort-Managers verborgen bleiben. "Das sind unterschiedliche Maßnahmen mit unterschiedlichen Zwecken", sagt Mayer. "Die 2FA ist ein zusätzliches Level an Sicherheit gegen Hackerangriffe oder auch einfach neugierige Sitznachbarn in der Bahn. Der zusätzliche Code stellt sicher, dass der Anbieter die Kennwörter nicht einsehen kann, selbst wenn man diese über dessen Server auf mehrere Geräte synchronisiert."

Wenn sich Kriminelle Zugang zum Passwort-Manager verschaffen, ist das der digitale Gau: Mit einem Schlag besitzen sie alle Zugänge, das gesamte Online-Leben ist entblößt. Dementsprechend spielt die Sicherheit eine große Rolle bei der Wahl des geeigneten Anbieters. Doch auch Funktionen, Bedienung und Preis sind für viele Nutzer wichtige Entscheidungskriterien. Welches Programm für Sie passt, erfahren Sie im Vergleich.

Bild: imago stock&people 8. Februar 2017, 20:072017-02-08 20:07:50 © SZ.de/sih