Geschlechtsangaben bei Facebook Weiblich, männlich, intersexuell

Mann oder Frau? Bislang mussten sich Facebook-Nutzer eindeutig ihrem biologischen Geschlecht zuordnen. Das ändert sich jetzt. Das soziale Netzwerk öffnet sich für Transsexuelle, Intersexuelle und Menschen mit anderen Geschlechtsidentitäten.

Facebook öffnet sich für Menschen, die nicht eindeutig ihrem biologischen Geschlecht zugehörig sind. Das soziale Netzwerk hat eine neue Funktion freigeschaltet, die es den Nutzern ermöglicht, neben den Geschlechtskategorien "männlich" und "weiblich" auch Kategorien wie etwa "intersexuell", "transsexuell" oder "neutrois" anzugeben. Zudem können Nutzer künftig frei entscheiden, mit welchem Personalpronomen sie angesprochen werden wollen: er, sie oder es.

Bislang mussten sich Facebook-Nutzer entscheiden, ob sie sich als Mann oder Frau identifizieren. Es war nicht möglich, differenziertere Angaben zu machen. Die neue Regelung fügt nun zahlreiche neue Gender-Optionen hinzu. Facebook hat bei ihrer Auswahl laut eigener Aussage mit Aktivisten zusammengearbeitet, die sich für die Rechte von Menschen abseits der üblichen Geschlechtskategorien einsetzen.

Zudem können Facebook-Nutzer nun erstmals genau festlegen, wer die Informationen über ihre Geschlechtsangabe sehen kann. So ist es beispielsweise möglich, die eigene Identität gegenüber Freunden zu offenbaren, aber gegenüber Arbeitskollegen geheim zu halten. Bislang sind die neuen Funktionen allerdings nur für Nutzer freigeschaltet, die Facebook in amerikanischem Englisch benutzen. Ob und wann die Funktion auch in anderen Sprachen verfügbar sein wird, gab Facebook nicht bekannt.

Hinter dem sozialen Netzwerk Facebook steckt die Idee, dass Menschen mit ihrer tatsächlichen, bürgerlichen Identität miteinander in Kontakt treten. Je genauer die Angaben über einen Facebook-Nutzer, desto zielgruppengerechter kann Facebook Werbung an den Nutzer verkaufen.

Schlagzeilen machte Facebook, als das Unternehmen im vergangenen Jahr mit einem Straßenbahnwagen an einer Schwulenparade in San Francisco teilnahm. An der Demonstration nahm auch Facebook-Chef Mark Zuckerberg teil.