Gefälschte Bewertungen Amazon verklagt 1000 Rezensenten

  • Amazon verklagt in den USA mehr als 1000 Unbekannte, weil diese Bewertungen gegen Bezahlung gefälscht haben sollen.
  • Die Nutzer boten ihre Dienste schon ab fünf US-Dollar auf einer Online-Plattform an.

Die Vorwürfe

Der Online-Händler Amazon hat in den USA Klage gegen mehr als 1000 Personen eingereicht. Das berichtet der Guardian. Diese sollen gefälschte Produktbewertungen auf der US-Seite von Amazon eingestellt haben. Die Namen der Nutzer seien Amazon nicht bekannt. Die Beschuldigten würden in den Unterlagen deshalb als "John Doe" (zu deutsch etwa "Max Mustermann) Nummer 1 bis Nummer 1114 geführt.

Das Unternehmen beklagt demnach, dass sein Image unter falschen und irreführenden Bewertungen für Produkte leide. Amazon zufolge boten die anonymen Rezensenten ihre Dienste auf der Website Fiverr.com an. Rezensionen soll es bereits ab fünf US-Dollar gegeben haben. Die Plattform ist ein Marktplatz für kleinere Tätigkeiten.

Fragwürdige Rezensionen

In einer der gefälschten Rezensionen hieß es etwa über ein USB-Kabel: "Dieses Produkt hat mein Leben erleuchtet". Ein anderer Nutzer vergab für ein Produkt fünf Sterne und fügte hinzu: "Cooles Aufladegerät".

In einer großangelegten Untersuchung hatte Amazon eigenen Angaben zufolge Kontakt zu fragwürdigen Nutzern auf Fiverr.com aufgenommen. Die Plattform Fiverr selbst will Amazon nicht verklagen. In den Fiverr-Geschäftsbedingungen sei es verboten, falsche Rezensionen anzubieten.

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