Mit dem WeTab will ein deutscher Hersteller dem iPad Konkurrenz machen. Die Macher preisen das Gerät als offene Alternative - doch selbst zum Verkaufsstart sind zahlreiche Details unklar.
Wäre das WeTab ein normaler Laptop, würden sich wohl kaum Journalisten in einer derartigen Zahl für ein Gerät interessieren, nur weil es in Deutschland entwickelt wird. Aber seit Apple im Frühjahr mit dem Verkauf des iPads begonnen und bis Mitte Juli bereits 3,27 Millionen Stück abgesetzt hat, ist ein gewaltiger Hype um diese neue Kategorie von Geräten entstanden.
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WeTab-Vorführmodell: "Mechanisches Problem mit dem Prototypen" (© dpa)
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Und so kamen die beiden in der WeTab GmbH vereinten Firmen, die Berliner Neofonie und die Münchner 4Tiitoo, unter Druck. Es folgten Terminverschiebungen und ein peinlicher Presseauftritt, bei dem sich das angeblich fertige Linux-Betriebssystem als Film erwies, der mithilfe von Microsofts Windows abgespielt wurde.
Von diesem Dienstag an sollen die Geräte nun in den Regalen des Vertriebspartners Mediamarkt stehen. Später wird es die Geräte auch bei Otto sowie beim Elektronikhändler Conrad geben. Zu den erwarteten Verkaufszahlen schweigt man bei der WeTab GmbH. Auch was die Käufer tatsächlich bekommen werden, blieb unklar.
Bei einer Präsentation am Freitag hantierte 4Tiitoo-Chef Tore Meyer noch mit verschiedenen Prototypen mit jeweils unterschiedlicher Software. Das WeTab läuft mit dem Betriebssystem Meego, das von Intel zusammen mit Nokia entwickelt wird. Über Meego haben die Programmierer von 4Tiitoo eine eigene, WeTabOS genannte Oberfläche gelegt.
Mit seinem Bildschirm von 29,5 Zentimeter Diagonale ist das WeTab deutlich größer als das iPad (24,6 Zentimeter) und entsprechend schwerer: 995 Gramm bringt das WePad auf die Waage, 680 das iPad.
"Problem mit dem Prototypen"
Größe und Gewicht legen es nahe, das WeTab mit beiden Händen zu halten. So haben es die Entwickler auch vorgesehen. Internetseiten etwa lassen sich mit einer Minivorschau, die am linken Bildschirmrand abgebildet wird, per Daumen sehr komfortabel auf und ab rollen. Während diese Funktion reibungslos arbeitet, streikten die Vorserienmodelle bei anderen Eingaben auf dem Berührungsbildschirm. "Ein mechanisches Problem der Prototypen", sagt Tore Meyer.
Während sich manche Probleme durch eine andere Version der Software lösen lassen, bleiben auch andere Fragen. Das deutsche Projekt war ja ursprünglich auch als große Verheißung für Verlage gestartet, die Hardware-Basis für den Verkauf von Inhalten zu sein. Welche Partner nun wann an Bord sein werden, das wird man sehen, wenn das Gerät nun auf den Markt kommt. Die Preise liegen etwas unter denen des iPads. Die Basisversion mit Wlan und 16 Gigabyte Speicher kostet 449 Euro, die Variante mit 32 Gigabyte Speicher, UMTS-Datenfunk und HDMI-Ausgang 569 Euro.
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Surfrider Beach in Malibu
Die ständige Frage bei allen neuen Technologien. Erinnert sich noch jemand an Video-8, Hi8, VHS-C, Super-8 usw., für die man seinerzeit gute Geräte bekam und auch diverse Filme.
Die waren wenig später Edelschrott.
Mit diesen Geräten ist es nicht ganz so schlimm, es sei denn man setzt auf tote Pferde wie Symbian.
Worauf ich und die viel zitierte "Entwicklerszene" noch warten sind mobile Geräte, die von der SD-Karte starten bzw. sich installieren lassen wie einst der PC von der Diskette und heute von der DVD.
Die Trennung von Software und Hardware war schon beim PC essentiell für die Durchsetzung, weniger die Leistungsmerkmale des Gesamtsystems.
Leider bringt das weTab diese Möglichkeit auch nicht mit, wenn es hier auch leichter zu bewerkstelligen ist als mit Apples Produkten.
Sobald so ein Gerät auf den Markt kommt, wird es sich auch durchsetzen, da bin ich ziemlich sicher.
Nun ja, "iCare", wenn Sie mir diese kleine Sottise gegenüber Apple erlauben. Und da es in meinem Leben nun einmal in letzter Konsequenz keinen wichtigeren Menschen als mich selbst gibt, hat dies zumindest für mich eine gewisse Relevanz. Im übrigen ist Ihre Einlassung, das man als Flash-Entwickler alljährlich zum Preis eines iPads seine Software updaten muss nicht ganz korrekt, aber lassen wir das.
Wer Apple mit seinem Ansatz der absoluten Proprietärität gut findet und unterstützt - bitte. Was dies jedoch für Konsequenzen hat und wohin Konzerne mit einer Philosophie, wie Apple oder Google die Entwicklung lenken, darf durchaus kritisch hinterfragt werden. Ich komme selbst aus der IT-Konzernwelt und habe insgesamt 18 Jahre dort im In- und Ausland gearbeitet. Glauben Sie mir, ich weiß wovon ich rede und ich weiß auch, dass Apple-, IBM- oder Microsoft-Bashing nicht nur billig, sondern darüber hinaus auch noch außerordentlich bigott ist. Das Problem sind immer die Menschen und nicht so sehr die Technologie. Denn wenn Menschen gerade in der IT-Branche sich aufgrund ihres Erfolgs zu Gurus und Heilsbringern stilisieren lassen, sei es ein Steve Jobs, Larry Ellison, Scott McNealy oder von mir aus auch ein Bill Gates oder eher noch Steve Balmer, ist die Gefahr sehr groß, dass sie größenwahnsinnig werden und schwer nachvollziehbare Dinge tun, die sie dann jedoch als unternehmerischen Coup verkaufen und als Teil ihrer Genialität verschleiern. Für Gutgläubige und vor allem für die Vertreter der Medien ist das natürlich ein Fest. Mit Kapitalismus- oder Unternehmenskritik allgemein hat dies allerdings gar nichts zu tun.
Technik soll dem Menschen dienen und ihm hilfreich zur Seite stehen. Sie soll sinnvoll sein und keine Abhängigkeiten erzeugen. Dieser Grundsatz kann selbst in einer kapitalistischen Welt gültig sein. Aber Moden kommen und gehen, Apple ist derzeit eben Mode, polarisiert und nutzt diesen Umstand natürlich gnadenlos aus. Vermutlich weil sie wissen, dass es ganz schnell auch wieder anders sein kann. Man denke nur daran, wo Apple in den Neunzigern stand, nämlich am Abgrund.
Immer wieder spaßig, diese Apple-is-ja-doch-doof-Kommentare. Während es früher schick war einen Quadra, PowerMac oder gar ein Wallstreet Powerbook zu besitzen und sich damit von der gräulichen PC-Masse abzusetzen, scheint es jetzt angesagt, Apple zu kritisieren. Das wirkt heute so individuell wie seinerzeit das Benutzen des Newton-Geräts in der U-Bahn. Im übrigen verstehe ich nicht, weshalb Adobes Flash-Politik – die Webdesigner übrigens jährlich zum Upgrade-Kauf zu iPad-Kosten zwingt – besser sein soll, als Apples Unternehmensphilosophie. Welcher Konzern ist denn weniger kapitalistisch? "Ich würde übrigens nie ein Apple Produkt kaufen!" Who cares!
allerdings stellt sich die Frage ob man hier mit dem OS nicht einen Bock geschossen hat. Wenn es dumm läuft hat man nun 3-4verschiedene OS zuhause.
ein MeGoo ein WIN7 ein Adroid und ein Apple (sollte man den IPOD haben). Ob das sinnig, warten wirs ab.
... und die SZ hat auch schon länger damit Versuche angestellt.
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