Im Streit um seine abhörsicheren Blackberrys hat der Konzern RIM Indien ein Angebot gemacht: Man wolle nach "legalen" Wegen des Mitlesens suchen.
In dem Streit mit der indischen Regierung um seine abhörsicheren Datendienste hat der Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) einen neuen Versuch unternommen, das Verbot seiner Dienste abzuwenden.
Anzeige
RIM werde sich für ein Industrieforum stark machen, das sich mit dem legalen Zugang zu seinen verschlüsselten Email- und Nachrichtendiensten befassen solle, teilte der Konzern mit. RIM war in mehreren Ländern unter Druck geraten. DIe Behörden befürchten, dass Terroristen die abhörsicheren Smartphones zur Planung etwaiger Anschläge nutzen könnten.
RIM habe der indischen Regierung versichert, dass es deren Sicherheitsbedürfnisse respektiere und unterstütze, so die Erklärung weiter. Regierungskreisen zufolge will Indien am Montag über eine Blockade entscheiden. Einen Tag später endet das Ultimatum, das die Regierung RIM gestellt hat. Bis dahin soll das Unternehmen den Behörden Zugang zu den Kurznachrichten- und Email-Diensten ermöglichen.
Sollte RIM die Regierung nicht zufriedenstellen, droht dem Konzern der Ausschluss von einem der am schnellsten wachsenden Telekommunikationsmärkte.
- Thema
- Blackberry RSS
- Google, Blackberry & Co. Digitaler Machtkampf 22.08.2010
- Blackberry-Affäre in Indien Agent liest mit 20.08.2010
- Blackberry-Affäre Indien: Jetzt auch Skype und Google im Visier 13.08.2010
- Blackberry Bold 9900 im Kurztest Aufgemotztes Geschäftshandy 24.10.2011
- Nach Netzwerk-Ausfall Gratis-Apps sollen Blackberry-Nutzer besänftigen 17.10.2011
- Handy-Hersteller RIM Blackberry-Blackout schwächt das Smartphone-Sorgenkind 13.10.2011
- Smartphone-Probleme Blackberry-Ausfall verärgert weltweit Kunden 12.10.2011
(sueddeutsche.de/rtr/leja)
Solche Staaten sollten boykottiert werden! Nichts, was in Indien hergestellt wird, darf mehr gekauft werden.
Leider nur hegt der Deutsche Staat selbst immer wieder Begehrlichkeiten, am Internet herumzusperren.
Wenn Terroristen wirklich verschlüsselt kommunizieren wollen, wären sie längst bei PGP oder ähnlichen Technologien angekommen!
RIM wird sonst über kurz oder lang sowieso verschwinden, weil die Geräte außer der Verschlüsselung keinen Mehrwert mehr bieten.