Apple-Kunden, die per E-Mail eine Frage an Unternehmenschef Steve Jobs stellen, können dieser Tage durchaus eine persönliche Antwort erhalten. Doch ein Freund vieler Worte ist der Technik-Guru nicht.
Apple-Fans, so sagen die Kritiker des Unternehmens, seien wie eine Sekte: Alles, was der Konzern auf den Markt bringt, würden sie in den Himmel loben, die Worte von CEO Steve Jobs seien für sie Heilsbotschaften.
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Apple-Chef Steve Jobs: Philosophie der wenigen Worte (© Foto: AP)
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Die Geschichte von Jezper Söderlund, die dieNew York Times erzählt, scheint dieses Klischee voll zu bestätigen: Der Schwede hatte eine E-Mail an Jobs geschrieben und gefragt, ob er sein iPhone künftig als Modem für das iPad benutzen könne, um sich einen zweiten Mobilfunkvertrag zu sparen.
Jobs Antwort, so berichtete Söderlund, sei innerhalb einer halben Stunde in seinem Postfach gelandet. Sie bestand aus einem einzigen Wort: "Nein". Nachdem der Schwede die E-Mail an ein Apple-Blog weitergeleitet hatte, wurde die kurze Antwort innerhalb eines Tages zum Gespräch der Apple-Szene. "Fast jede Mac-Webseite hat darüber berichtet, die größte Zeitung der Stadt schrieb darüber", erzählte der Göteborger der Times, "Innerhalb von 12 Stunden besuchten mehr Menschen meine Webseite als bislang im ganzen Jahr. Es war verrückt."
Kostenlose E-Books? - "Yep"
Steve Jobs ist durch seine Produkte, aber auch die unkonventionelle Eigenart, mit Jeans und Turnschuhen aufzutreten, ein Teil der Popkultur geworden. Seine E-Mail-Adresse wurde im Netz verbreitet, als er vor etwas mehr als einem Jahr aufgrund einer schweren Krankheit eine berufliche Auszeit nahm und Anhänger im Genesungswünsche schicken wollten.
Nun ist Jobs zurück und in den vergangenen Wochen zählten Apple-Blogs etwa ein Dutzend Antworten des Unternehmenschefs auf Kundenfragen. Viele Worte scheint er dabei nicht zu machen. Vor wenigen Wochen fragte ein italienischer Blogger, ob das iPad Zugang zu kostenlosen E-Books gewähren würde. Jobs' Antwort: "Yep."
Als der 14-jährige Devir Kahan sich bei ihm über Probleme mit einer Apple-Tastatur beschwerte, antwortete Jobs ausführlicher: "Die Software wird bald repariert. Entschuldige den Bug."
Die kurzen Antworten vermitteln den Nutzern ein Gefühl der Offenheit, die mit der tatsächlichen Firmenpolitik wenig zu tun hat: Apple gilt als sehr verschlossenes Unternehmen, das sich von der Öffentlichkeit abschottet und von dem selten Interna nach außen dringen.
Die Fans von Steve Jobs sehen das naturgemäß anders: Devir Kahan beispielsweise berichtete in einem YouTube-Video von der Antwort und lobte die Firma in höchsten Tönen. Die kostenlose Fan-PR dürfte den Apple-Verantwortlichen im kalifornischen Cupertino kurz vor dem Verkaufsstart des iPad Anfang April durchaus gelegen kommen.
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(sueddeutsche.de/joku/beu)
Wirbel um Obama-Biographie
Dont believe the Hype!
"25.03.2010 10:44:37
KulturOptimist:
Immerhin - sofern es denn stimmt - schreibt er persönlich Dinge, die eigentlich der Support lösen sollte."
na immerhin. der "support", den ich von apple bisher für 4 ipods und 2 macbooks bekam, verdient die bezeichung jedenfalls nicht
without APPLE!
Für ein Mail vom lieben Gott persönlich nähme wohl jeder zweite Applefreak ein defektes Gerät dankend in Kauf.
Ich bezweifle dass Steve Jobs sein öffentliches Postfach selbst betreut.
Aber auch wenn eine Sekretärin die Vorauslese trifft oder gar extra ein Mitarbeiter diese emails schreibt...es ist mal wieder eine geniale PR-Idee. Respekt!
Ich bin Apple-Fan. Apple ist das Allergeilste :-)
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