Unesco-Weltbildungsbericht 250 Millionen Kinder können weder lesen noch schreiben

Bis 2015 sollen den UN-Milleniumszielen zufolge weltweit alle Kinder eine Primärschulbildung erhalten. Doch noch immer können 250 Millionen Kinder weltweit weder lesen noch schreiben, heißt es im Unesco-Weltbildungsbericht. Die verheerende Lage hat viele Gründe.

Die Weltgemeinschaft hinkt dem Millenniumsentwicklungsziel, bis 2015 eine Primärschulbildung für alle Kinder zu erreichen, deutlich hinterher. Zu diesem Schluss kommt der Unesco-Weltbildungsbericht 2013/14, der am Mittwoch in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba präsentiert wurde.

Demnach können etwa 250 Millionen Kinder weltweit weder lesen, schreiben noch rechnen, obwohl viele von ihnen mehrere Jahre eine Schule besucht haben. Etwa 57 Millionen Kinder haben überhaupt keinen Zugang zu Schulbildung.

Grund für die verheerende Lage sind neben einem dramatischen Lehrermangel in Entwicklungsländern auch die mangelhafte Ausbildung von Lehrkräften sowie die schlechte Qualität des Unterrichts im Allgemeinen. So gebe es in einigen Ländern Klassen mit weit über 100 Schülern.

"Ich selbst habe eine Klasse von 230 Kindern unterrichtet, die alle unter einem Baum saßen, weil es keine Klassenzimmer gab", sagte die malawische Lehrerin Esnart Chapomba. "Das müssen wir unbedingt ändern."