Studium So lebt es sich in der Uni-Stadt Freiburg

Wo wohnt man als Student am besten in Freiburg? Wo geht man weg? Wo trifft man Jogi Löw? Wer neu in Freiburg ist, hat viele Fragen. Der Ratgeber von SZ.de und jetzt.de liefert Antworten.

Von Sophie Passmann

Wohnen

Wer in der Nähe der Uni oder der Innenstadt wohnen möchte, braucht viel Glück, Charme bei WG-Castings - und Geld. Denn egal, welche Statistik zu teuren Mieten in Studentenstädten man sich aussucht: Freiburg ist ganz sicher unter den Top Ten.

In Freiburg wohnen knapp 230 000 Menschen, fast 15 Prozent davon sind Studenten. Gerade zum Wintersemester wird der Wohnungsmarkt von Erstsemestern überspült, die Suche nach einem Zimmer ist dann besonders mühsam und langwierig. Auch wenn man die Ansprüche in Sachen Zugluft, schiefen Dielen und zentraler Lage herunterschraubt, wirklich billig wird Wohnen in Freiburg nicht.

Tipps für die Wohnungssuche

In Freiburg ist gefühlt jedes zweite WG-Angebot von einer Studentenverbindung. Wenn die Lage zu schön und die Miete auffällig günstig sind, steckt vermutlich eine Korporation hinter dem Angebot.

Außer wg-gesucht.de findet man auf der gut gepflegten Facebook-Seite "Zimmer frei in Freiburg" viele Angebote, ebenso im regionalen Kleinanzeigenblatt Schnapp und bei der Zimmer-Datenbank der Uni.

Studentenwohnheime

Die beste Übersicht über die Freiburger Studentenwohnheime gibt es beim Studierendenwerk Freiburg, es lohnt sich auch, private und kirchliche Wohnheime in Erwägung zu ziehen.

Die Studentensiedlung, überall nur "StuSie" genannt, ist mit 1500 Bewohnern das größte Studentendorf der Stadt. Da wird vor allem am Wochenende viel gefeiert, die StuSie hat nämlich sogar eine "eigene" Bar. Wer viel Schlaf braucht und abends keinen Party-Tumult will, sollte sich besser eines der anderen Wohnheime ansehen.

Im "Edel-Wohnheim" Fizz sind die Wohnungen mit Fußbodenheizung, außerdem gibt es einen Concierge und Privat-Parkplätze - für knapp 20 Euro pro Quadratmeter.

Studentenatlas So lebt es sich in deutschen Uni-Städten

Unterwegs

Die Innenstadt ist gepflastert und zu fast jeder Tageszeit vollgestopft mit Menschen. Fahrradfahren ist da mühsam. Überall sonst ist das Rad das beste und schnellste Fortbewegungsmittel.

Öffentliche Verkehrsmittel

In Freiburg fährt man Straßenbahn, in der Innenstadt auch Bus. Seit Dezember fahren die Straßenbahnen am Wochenende auch nachts durch, was die Freiburger überschwänglich gefeiert haben.

Das Semesterticket kostet 89 Euro und gilt nicht nur innerhalb der Stadt, man fährt damit auch kostenlos mit der Regionalbahn in den Schwarzwald und im Landkreis Emmendingen.

Fahrrad

Im grünen Freiburg haben Fahrradfahrer immer Vorfahrt: Nach spätestens zwei Wochen und einigen Fast-Unfällen mit Zweirädern hat man sich angewöhnt, in alle Richtungen zu gucken, ehe man die Fahrradwege überquert.

Taxi

6 mal die 5 ist die Nummer gegen Heimweh, wenn man spätabends aus einer Kneipe stolpert und die nächste Straßenbahn einfach nicht kommen will. Taxifahren ist in Freiburg einigermaßen bezahlbar, und die meisten Taxifahrer sind angenehm schweigsam. Berühmt und begehrt ist das Disco-Taxi mit Strobo-Kugel und WLAN, die Chance, es am Taxi-Stand zu erwischen, ist aber leider sehr gering.