Flüchtlinge Kitas fürs Deutschlernen

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD).

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Der Bund bezahlt Fortbildung und Beratung für Erzieher. Schon kommen Stimmen auf: Das reicht nicht!

Erst seit Jahresbeginn läuft ein Programm des Bundesfamilienministeriums, "Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist". Prompt wird die Aufstockung gefordert. Im Programm werden Kita-Teams durch Experten für Sprachbildung in den Einrichtungen verstärkt, zudem finanziert der Bund externe Beratung. Bis 2019 stehen bis zu 100 Millionen Euro im Jahr bereit, dies seien 4000 halbe Stellen, hieß es aus dem Haus von Ministerin Manuela Schwesig . Die Hertie-Stiftung, die derartige Projekte kennt, mahnt nun: Der Bund schule nur Kita-Leitungen und eine Fachkraft. Das reiche nicht, ganze Teams müssten fortgebildet werden. Die Chefin der Kultusministerkonferenz, Claudia Bogedan aus Bremen, regte jüngst an, bei Sprachlern-Kitas "draufzusatteln". Die SPD-Politikerin sagte im Interview mit der Süddeutschen Zeitung: "Das hilft den Ländern und Kommunen, damit nicht die ganze Integrationslast bei ihnen liegt." Schätzungen gingen 2015 von etwa 100 000 Flüchtlingen unter sechs Jahren aus. In Kommunen ist - unabhängig von der Pädagogik - der Ruf nach mehr Kita-Personal zu hören. Voll vom Bund bezahlt, verlangte der Deutsche Städte- und Gemeindebund.