Die Rückkehr Walter Mixas ins Augsburger Bischofspalais ruft heftige Kritik hervor. Besonders deutlich wird der Augsburger Priesternachwuchs.
Während die Erzbischöfe, Diözesanbischöfe und Weihbischöfe im Fall Walter Mixa beharrlich schweigen, nimmt der Priesternachwuchs kein Blatt vor den Mund. Zehn Kapläne der Diözese Augsburg haben Bischof Mixa, der sie geweiht hat, in einem offenen Brief aufgefordert, "sich zum Wohl der Kirche aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen".
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Mixa, der sich als standhaften Vertreter des "kultiviert-konservativen" Katholizismus darstellt, hat bereits zwei Rücktrittsgesuche an den Papst unterzeichnet - und zweimal widerrufen. Zuletzt griff er die Bischöfe Zollitsch, Marx und Losinger an und deutete an, er werde womöglich das Päpstliche Berufungsgericht anrufen, weil er zum Rücktritt gezwungen worden sei.
In ihrem Schreiben kritisieren die zehn Absolventen der Weihejahrgänge 2008 und 2009 ihren ehemaligen Oberhirten ohne Umschweife: "Ihre Rückkehr ins Bischofshaus und Ihre öffentlichen Vorwürfe gegen hohe Vertreter der Kirche vertiefen die Gräben und schaden der Kirche nachhaltig." Mixa habe mit seinem Verhalten in der Diözese eine "lähmende, ja unerträgliche Situation" geschaffen.
Die Jungpriester bestätigen auch Berichte, die Mixa Realitätsverlust attestieren: "Wir selbst haben Sie häufig als weltfremd und stark ichbezogen erlebt - dies erkennen wir auch in Ihrem momentanen Vorgehen." Dass sich Mixa nun als "unschuldiges Opfer von Medien und Kirchenvertretern" darstelle, nennen die Unterzeichner "unverständlich und befremdlich". Die Kapläne äußern die Überzeugung, dass die Prügelvorwürfe ehemaliger Schrobenhausener Heimkinder "keiner Medienkampagne oder kirchlichen Intrige entspringen, sondern der Wahrheit entsprechen". Die Jungpriester ermahnen Mixa auch "aus ehrlicher Sorge", er möge doch seinen Ruf nicht weiter selbst beschädigen.
Dieser Prozess hat aber bereits begonnen. Der Donaukurier schreibt von "maßloser Eitelkeit" und zitiert einen Geistlichen: "Wenn er ohne Ornat vor den Spiegel tritt, sieht er nichts." In der Augsburger Allgemeinen sagt ein ehemaliger Ministrant Mixas: "Ich hatte den Verdacht, dass er psychisch oder durch Alkohol bedingt an starkem Realitätsverlust leidet." Pater Eberhard von Gemmingen, einst Redaktionsleiter von Radio Vatikan, bezeichnet Mixa gar als "kranken Mann", deshalb sei es "eigentlich blöde, wenn man so viel Lärm um ihn macht".
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(SZ vom 18.06.2010/tob)
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Er kriegt sowieso kein Bein mehr auf die Erde.Wenn er auf eine Entscheidung des Papstes wartet kann er lange warten.Das kann schon mal ein paar Jahrhunderte dauern.Er sollte seine Uhr schon einmal hundert Jahre vorstellen!! :)
ist, daß er in der Presse eine so große Aufmerksamkeit bekommt.
Andere verwirrte, störende alte Menschen werden einfach ins Altenheim zwangseingewiesen (eine unschöne Entwicklung in unserer Gesellschaft).
Warum klappt das hier nicht?
Causa Mixa, es gibt drei Möglichkeiten.
Erstens: Mixa ist gut, dann sind Marx und die, die an der innerkirchlichen Kampagne gegen ihn arbeiten, schlecht, oder
zweitens: Marx u.a. sind gut, dann ist Mixa böse oder
drittens: Marx u.a. sind schlecht und Mixa ist schlecht.
Eine vierte Möglichkeit gibt es nicht.
Man kann es drehen und wenden wie man will, in den Führungsetagen der RKK gibt es Menschen, die böse sind.
(böse im Sinn von schuldig, gut im Sinne von ohne Schuld in der Causa Mixa)
Glückwunsch!
Dialektik blümerant!
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