Vermutlich hat sich der Karabinerhaken vom Gurt gelöst: Vier Monate nach dem Unfall, bei dem Profi-Kletterer Kurt Albert ums Leben kam, hat die Polizei ihre Ermittlungen abgeschlossen.
Knapp zwei Monate nach dem Todessturz des weltbekannten Kletterers Kurt Albert in der Fränkischen Schweiz hat die Polizei die Ermittlungen abgeschlossen. Der 56-jährige Franke war am 26. September am Höhenglücksteig nahe Hirschbach in der Oberpfalz rund 18 Meter abgestürzt, zwei Tage später erlag er in einer Klinik in Erlangen seinen schweren Verletzungen.
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"Eine Schlüsselfigur im Felsklettern": Profikletterer Kurt Albert galt als Pionier der Freikletterbewegung. (© dpa)
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Die Untersuchungen des Polizeipräsidiums Regensburg haben ergeben, dass Albert vermutlich einen Fehler bei der Handhabung des Sicherungsseils gemacht hatte. Demnach hatte Albert zwar einen Karabinerhaken am Stahlseil des Klettersteigs befestigt, der Haken hatte sich allerdings von dem Gurt, den Albert am Körper trug, gelöst. Dies hatte der 56-Jährige nach den Polizeiangaben vom Freitag offensichtlich nicht bemerkt. Albert trug bei seinem Unfall auch keinen Helm.
Er hatte am Unglückstag eine 17-köpfige Gruppe am Höhenglücksteig geführt. Nach Angaben eines Zeugen war Albert an der Wand mit den Füßen abgerutscht und dann gefallen. Nach etwa neun Metern prallte er zunächst auf einen Felsvorsprung, ehe er noch einmal so tief fiel und bei einem Wanderweg liegenblieb.
Albert galt als Pionier der Freikletterbewegung und einer der bekanntesten Alpinisten Deutschlands. "Er war seit fast 40 Jahren eine Schlüsselfigur im Felsklettern, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit", sagte Extrembergsteiger Reinhold Messner nach Alberts Tod.
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(dpa/hai)
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