Bayerns Sozialministerin Haderthauer sieht in der Umstellung vom Zivieldienst auf den neuen Freiwilligendienst keine Probleme. Ihr Credo lautet: "Ältere vor!"
Mit dem Ende der Wehrpflicht wird es auch keine Zivildienstleistenden mehr geben. Stattdessen sollen sich in einem Bundesfreiwilligendienst 35.000 Bürger engagieren. Die Süddeutsche Zeitung sprach mit Bayerns Sozialministerin Christine Haderthauer, 48, über die neue Freiwilligkeit.
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"Vielleicht wird hier und dort eine helfende Hand fehlen. Es wird aber nicht alles zusammenbrechen", sagt Sozialministerin Haderthauer zum künftigen Wegfall des Zivildienstes. (© dpa)
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Süddeutsche Zeitung: Zum Sommer fällt wegen der Reform der Bundeswehr auch der Zivildienst weg. Sind die Sozialverbände auf diesen gravierenden Einschnitt vorbereitet?
Christine Haderthauer: So gravierend wird der Einschnitt gar nicht sein. Von 14 000 Zivildienstplätzen in Bayern sind derzeit noch etwa 8300 belegt. In stationären Einrichtungen haben wir in Bayern derzeit 729 Zivis, das sind weniger als ein Prozent der Beschäftigten. Vielleicht wird hier und dort vorübergehend die helfende Hand fehlen. Es wird aber nicht alles zusammenbrechen. Ich gehe davon aus, dass die Träger die Umstellung gut vorbereitet haben.
SZ: Glauben Sie, dass ein Heer von Freiwilligen in Deutschland mal eben die Aufgaben von aktuell etwa 65000 Zivildienstleistenden übernehmen kann?
Haderthauer: Wir brauchen die Kultur der Freiwilligkeit nicht neu zu erfinden. Schon jetzt gibt es beim bürgerschaftlichen Engagement mehr Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen, als Plätze.
SZ: Der neue Freiwilligendienst steht auch Senioren offen. Die Sozialverbände waren es immer gewohnt mit jungen Männern zusammenzuarbeiten. Wie verändert der neue Dienst die Träger?
Haderthauer: Natürlich wird sich mancher Träger umstellen müssen. Wer bisher Zivis nur zum Rettungsdienstfahren eingesetzt oder sich darauf verlassen hat, dass er junge, kräftige Männer bekommt, die zupacken können, sollte künftig auch andere Einsatzmöglichkeiten bieten. Das bringt auch den Menschen mehr, die die Hilfe brauchen. Sie wünschen sich, dass mit ihnen Zeit verbracht, vielleicht auch mal ein Gesellschaftsspiel gespielt wird. Dafür sind alle Menschen, die sich die Zeit nehmen wollen, prädestiniert.
SZ: Essen ausfahren wird vielen als Aufgabe also nicht reichen?
Haderthauer: Das werden wir sehen. Ich bin davon überzeugt, dass es auch viele gibt, die Tätigkeiten wie Essen ausfahren für Hilfsbedürftige als erfüllend empfinden. Letztlich stehen diejenigen Menschen im Mittelpunkt, die Hilfe brauchen. Die Einsatzstellen werden ihre Erfahrungen machen, in welchen Bereichen sie den neuen Freiwilligendienst am sinnvollsten nutzen.
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OB-Kandidatin Nallinger
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Wie sich die Zeiten ändern! Früher wollte man keine Zivildienstleistenden habe, die sollten ja alle zum Bund (Wenn ich da nur an die Gewissensprüfung denke!). Außerdem hieß das damals Ersatzdienst und die Zivildienstleistenden wurden gerade von den Konservativer eher als Drückeberger bezeichnet.
Jetzt gibt es wieder Leute die an ein "Gewissen" appelieren, diesmal für den freiwilligen Zivildienst.
Ich bin der Meinung, nicht nur die jungen Leute sind für den Sozieldienst verantwortlich, sondern die ganze Gesellschaft. Und deswegen müssen soziale Jobs geschaffen werden, die von der gesamten Gesellschaft ordentlich bezahlt werden müssen. Die jungen Leute sollten stattdessen eine gute Ausbildung machen und eher an Familie denken als an den freiwilligen Sozialdienst.
Ich freue mich über einen endlich mal moralisch denkenden Politiker /in? Wie schön wenn man das von allen anderen erwartet. Aber ist man selbst auch moralisch oder nur wortgewaltig konservativ? Also ihr jungen Menschen, ich freue mich , wenn ihr ein freiwilliges soziales Jahr von eurer Lebenszeit spendet. Ihr dürft dafür auch bis 67 auf eure zumeist bitter benötigte Rente warten. Wenn ihr dafür überhaupt noch nach diesen heutigen Arbeitsleben fähig seid davon zu leben.
Aber unsere Väter haben uns schon eingebläut und mit eigenem Beispiel vorgelebt:
Der Dank des Vaterlands ist dir gewiss! Ein Tritt in den Hintern, wenn ihr eure Schuldigkeit getan habt, könnt ihr gehn.
Doch, das Paradies liegt im himmlischen Jenseits, nur keiner muss es beweisen...
Diese Frau hat keinerlei Feingefühl für die Pflegebedingen, für alte Menschen und den dementen Teil der Betreuten. Mein Kind hat in einer Behindertenwekstatt seinen Zivildienst absolviert und hat sich hervorragend durchgebissen, aber auch nur weil er jung und körperlich gut beisammen war.So wie das hier geschildert wird, als wäre es ein Spaziergang, so ist es leider nicht! Ältere Menschen sind manchmal lieb, aber öfter agressiv, inkontinent, bösartig (auch untereinnander) und vor allen Dingen nicht leicht zu händeln. Und das sollen dann ehrenamtlich ebenfalls ältere Menschen in den Griff bekommen. Armes Deutschland! Ich würde solch ein Ehrenamt unter keinen Umständen annehmen, selbst wenn es bezahlt würde und obwohl ich seit 1963 immer noch Vollzeit in einem sozialen Beruf arbeite. Ich kann nur warnen und zu einer sehr teuren Haftpflichtversicherung dringend raten.
Zitat: Schon jetzt gibt es beim bürgerschaftlichen Engagement mehr Menschen, die sich freiwillig engagieren wollen, als Plätze.
Dies ist eine glatte Lüge.
Das mag evtl. für bestimmte Bereiche wahr sein- aber nur für die Bereiche meist die schnell positive Ergebnisse liefern.
Und diese Frau sollte sich endlich mal angewöhnen: WENN sie so etwas behauptet, dann soll sie uns bitte sagen woher sie diese Info hat. Und wo genau diese überzähligen Helfer abgewiesen wurden, da sie zuviel waren.
Letztens fehlte nen Fahrer bei der Münchner Tafel. Es kam dann einfach ein Transporter weniger und somit Essen weniger zur Ausgabestelle -da kein Ersatzfahrer da war.
Laut Haderthauer- hätten wir ja hunderte Fahrer auf unserer Helferwarteliste haben müssen, die nur drauf warten helfen zu können?
Ups- wo waren die denn? Na sowas..
Wer einmal lügt dem glaubt man nicht.....
hahahahahahahahahaha
*gröhl* *bauchhalt* *totlach* *keineLuftmehrbekomm* *kopfgegenwandhau*
OhDuMeineGüte!
Unsere Politiker geben Dinge von sich- da wirds einem ja schwindelig!
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