Die Regenmengen waren einfach zu viel: Das Trinkwasser in Rosenheim ist nach den Unwettern verschmutzt und muss abgekocht werden. 75.000 Menschen sind betroffen.
Etwa 75.000 Menschen im Versorgungsgebiet der Stadtwerke Rosenheim müssen bis auf weiteres ihr Trinkwasser abkochen. Nach einem schweren Unwetter am vergangenen Sonntag sei eine mikrobiologische Verunreinigung des Trinkwassers festgestellt worden, sagte ein Sprecher der Stadtwerke am Donnerstag auf Anfrage.
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Das Trinkwasser in Rosenheim ist verunreinigt - 75.000 Menschen müssen Leitungswasser in den nächsten Tagen abkochen. (© AP)
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Um Gesundheitsrisiken zu vermeiden, sollten die Menschen Wasser, das sie zum Trinken, Kochen oder Zähneputzen verwenden, mindestens fünf Minuten lang sprudelnd abkochen. Derzeit gehe man davon aus, dass das Abkochgebot auch noch während des Wochenendes in Kraft bleibe, sagte der Sprecher. Aus Sicherheitsgründen werde das Trinkwasser zusätzlich mit Chlor versetzt.
Bei dem Unwetter am Sonntagabend waren nach Angaben der Stadt Niederschlagsmengen von mehr als 100 Litern pro Quadratmeter gemessen worden.
Zu der Verkeimung des Trinkwassers sei es gekommen, weil bei starkem Regen die natürliche Filterfunktion des Bodens gestört werde, erläuterte ein Sprecher des Rosenheimer Gesundheitsamtes auf Anfrage. Normalerweise verbleibe Regenwasser durchschnittlich 50 Tage im Boden und werde in dieser Zeit von allen Keimen und Bakterien gereinigt.
Durch den massiven Druck bei sehr starkem Regen gelange der Niederschlag schneller wieder ins Trinkwasser und könne Keime mit sich führen, sagte der Behördensprecher.
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(dapd-bay/bica)
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... käme das Wasser von dort.