Ein besonders teurer Stift: Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat die Leiterin ihres Bundestagsbüros entlassen - wegen teurer Bürobestellungen.
Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat im Rahmen der "Füller-Affäre" die langjährige Leiterin ihres Bundestagsbüros entlassen. Ein Sprecher Aigners bestätigte einen entsprechenden Bericht der Passauer Neuen Presse.
Bild vergrößern
Harte Konsequenzen für die Mitarbeiterin: Wegen teurer Bürobestellungen auf Bundestagskosten hat Ilse AIgner ihre Büroleiterin entlassen. (© Foto: AP)
Anzeige
Demnach hatte die Frau unbefugt hochwertige Schreibwaren über ein Sachleistungskonto des Bundestages bestellt und die Waren im Gesamtwert von etwa 3900 Euro über das Internet verkauft.
"Tief enttäuscht und betroffen"
Die Mitarbeiterin habe die Tat eingestanden, nachdem die Sache bei einer internen Kontrolle entdeckt worden sei. Die Ministerin habe das Arbeitsverhältnis sofort beendet und die Polizei im Bundestag eingeschaltet.
Die Ministerin sei "tief enttäuscht und menschlich betroffen über den Umstand, dass ihre Mitarbeiterin ihre besondere Vertrauensstellung auf diese Weise missbraucht habe", zitierte die Zeitung den Sprecher. Aigner werde dafür Sorge tragen, dass die Mitarbeiterin den angerichteten Schaden wieder gut mache.
Teure Füller auf Steuerzahlerkosten
Im November war bekannt geworden, dass gegen Ende der abgelaufenen Wahlperiode von 115 Abgeordnetenbüros Füllfederhalter und Stifte einer teuren Marke im Gesamtwert von 68.800 Euro auf Steuerzahlerkosten bestellt worden waren. Abgerechnet wurde dies über ein Sachleistungskonto für Abgeordnete.
- Thema
- Ilse Aigner RSS
- Steuergeld Schöner schreiben 26.11.2009
- Ackermann und Merkel "Das Kanzleramt ist keine Festhütte" 25.08.2009
- Umgang mit Kundendaten Aigner knöpft sich die Postbank vor 27.10.2009
- Grüne Gentechnik Aigner erlaubt Anbau von Gen-Kartoffel 27.04.2009
- Google-Kontroverse Aigner schließt den Street-View-Frieden 30.04.2010
- Netz-Depeschen Wo der Hammer hängt 12.04.2010
- Aigner zu Telefon-Hotlines "Wir wollen diese Abzocke verhindern" 10.04.2010
(AFP/fvk)
Kuriose Schilder (4)
Die neueste Antwort
Statistischen Informationen sind ja ganz interessant und simpel rausgerotzte Polemik ist auch erlaubt. Was aber will uns Silvio-gesell mit seinem Beitrag sagen?
Ach so, daß er gegen die CSU ist. Aha. Soso.
Warum hier Einige wieder ihren Frust gegen die CSU bzw. Frau Aigner ablassen ist klar. Das sie dabei ganz vergessen auf den Inhalt einzugehen ist dümmlich. Man muss die CSU und Frau Aigner nicht mögen, aber Polemik ist dem Fall völlig daneben.
liegt nicht bei Frau Aigner, sondern der Unverschämtheit einer 5 % - Partei (bundesweit), sich hier aufzublasen.
Die Linke ist -gemessen an den Stimmen in der BRD- DOPPELT so groß wie die CSU!
Und die CSU hat die Frechheit, die Linken als Verfassungsfeinde zu katalogisieren.
Das ärgert und kein Kugelschreiber....
"Frau Aigner und die Luxus-Füller", was soll das? Es ist keine Affäre von Frau Aigner, sondern sie hatte das Pech eine kriminelle Mitarbeiterin gehabt zu haben. Nachdem dies bei internen Kontrollen aufgeflogen ist, hat sie die Mitarbeiterin gekündigt. Frau Aigner hat damit völlig korrekt gehandelt.
Und nein, ich bin kein CSU Freund, aber ich bin ein Freund davon Politiker fair zu behandeln
Wenn ich Frau Aigner waere, wuerde ich gerade mit meinem Anwalt sprechen, wenn ich sehen wuerde, was die SZ hier suggeriert. Ist die Qualitaetskontrolle bereits im Weihnachtsurlaub?
Paging