Bayerischer RechnungshofWarum der Freistaat einen Biergarten bezahlt

Ein teurer Biergarten, ein futuristischer Messturm und schleierhafte Fahndungseinsätze: Das Steuergeld der bayerischen Bürger wird oft völlig planlos ausgegeben, sagt der Oberste Bayerische Rechnungshof. Die kuriosesten Fälle.

Ein teurer Biergarten, ein futuristischer Messturm und schleierhafte Fahndungseinsätze: Das Steuergeld der bayerischen Bürger wird oft völlig planlos ausgegeben, sagt der Oberste Bayerische Rechnungshof (ORH). Die kuriosesten Fälle aus dem Bericht 2013.

Staatlicher Biergarten

Was kann man mit einer alten Festungsanlage anstellen? Für diese Frage hat die Immobilien Freistaat Bayern (IMBY), zuständig für die landeseigenen Immobilien, in Ingolstadt eine vermeintlich gute Idee gehabt: Ein Biergarten sollte entstehen, der die Festung mit der benachbarten Parkanlage verbindet und der Allgemeinheit zugänglich macht. Allerdings fehlten ein neues Schankgebäude, Brücken, Versorgungseinrichtungen - und private Investoren. Also übernahm die IMBY selbst die Umsetzung - für 2,4 Millionen Euro. Und ohne die nötige Zustimmung des Landtags.

Das Ergebnis beurteilt der ORH mehr als kritisch: Denn wirtschaftlich sei dieses Investment nicht, heißt es im Jahresbericht der Behörde. Die Pacht bringt nur wenig Geld und die Festung ist so auch nur während der - saisonal eingeschränkten - Öffnungszeiten zugänglich.

Bild: ORH 19. März 2013, 12:382013-03-19 12:38:26 © Süddeutsche.de/infu