Laut Staatsanwaltschaft verhärten sich die Hinweise, dass Georg R. seinen Amoklauf lange geplant hat. Dafür sprechen Briefe, ein Testament - und ein Verweis auf den 11. September 2001.
Der Amokläufer von Ansbach hat seine Tat offenbar gezielt geplant. Ermittler fanden in seinem Zimmer ein handgeschriebenes Testament sowie ein Kalenderblatt mit dem Datum des Amoklaufs vom Donnerstag und der Aufschrift "Apocalypse Today", wie die Ansbacher Oberstaatsanwältin Gudrun Lehnberger sagte.
Undatiertes Archivbild von Georg R. (© Foto: Reuters)
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Das Motiv für den Amoklauf, bei dem der Täter zehn Menschen verletzt hatte, ist aber weiter unklar. Sein Testament hatte der 18-Jährige mit dem Datum 9/11 versehen, dem Jahrestag der verheerenden Terroranschläge in den USA vom 11. September 2001. Konkrete Hinweise auf den geplanten Amoklauf entdeckten die Ermittler darin laut Lehnberger allerdings nicht.
Dagegen wertete die Oberstaatsanwältin die Aufschrift "Apocalypse Today" auf em Kalenderblatt vom 17. September als Hinweis darauf, "dass er die Tat geplant hatte". Der Computer des Täters werde noch ausgewertet.
Die Staatsanwalt teilte weiter mit, dass der 18-Jährige wesentlich stärker bewaffnet war als bisher bekannt. Er sei nicht mit drei, sondern mit fünf Molotowcocktails, drei feststehenden und einem Butterfly-Messer sowie einem Beil mit einer Stiellänge von etwa 40 Zentimetern bewaffnet gewesen.
Nach dem bisherigen Spurenbild habe er in jedes der betroffenen Klassenzimmer nicht nur einen, sondern zwei Molotowcocktails geworfen. Die Spurensicherung im Schulgebäude werde aber noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Es werde voraussichtlich erst kommende Woche wieder freigegeben.
Die Zahl der Opfer von Georg R. erhöhte sich indes auf zehn. Wie Oberstaatsanwältin Gudrun Lehnberger in Ansbach erläuterte, war am Donnerstag ein weiterer Schüler leicht verletzt worden. Insgesamt verletzte der Täter damit neun Schüler und einen Lehrer seiner eigenen Schule.
Die Polizei hat inzwischen den Tatablauf rekonstruiert. Demnach warf der Abiturient zunächst Molotowcocktails in die Klasse 10b. Als Tische und Kleider der Schüler Feuer fingen, rannten diese hinaus auf den Flur.
Vor der Tür wartete der mit einer Axt bewaffnete 18-Jährige. "Dort schlug der Täter wahllos auf die Schüler und den Lehrer ein", berichtete Lehnberger. Ein Mädchen traf er mit der Axt lebensgefährlich am Kopf. Inzwischen schwebt die 15-Jährige nicht mehr in Lebensgefahr. Eine weitere Schülerin zog sich schwerste Brandwunden zu.
Insgesamt erlitten fünf Menschen Brand-, Schnitt- und Schürfwunden, drei einen Schock. Die Schwester des Täters, die ebenfalls das Gymnasium Carolinum besuchte, ging laut Lehnberger nicht in die beiden attackierten Klassen.
Zwei weitere Brandsätze warf Georg R. in den Raum der Klasse 9c. Anschließend verschanzte sich der Amokläufer auf der Toilette, wo ihn zwei Polizisten aufspürten.
Er sei mit einem Messer auf einen Beamten losgegangen, schilderte die Oberstaatsanwältin. Dieser habe daraufhin fünf Schüsse auf den Schüler abgegeben. Der Jugendliche wurde in ein Krankenhaus gebracht.
In der Nacht verschlechterte sich sein Zustand etwas, er wurde ein weiteres Mal operiert. "Er wird heute keinesfalls mehr vernehmungsfähig sein", betonte Krach. Erst im Laufe des Tages werde er aus der Narkose aufwachen.
Die Ermittler konzentrierten sich am Freitag vor allem auf das Motiv des Täters. "Wir wissen noch nicht viel", sagte Krach. "Die Polizei wird sämtliche Beteiligten vernehmen."
Die Ermittler vernähmen jetzt alle Schüler und Lehrer, die unmittelbar betroffen oder Zeugen gewesen seien, sagte die Staatsanwältin. Es handle sich um rund 30 Personen. "Sein nächster Freund ist bereits vernommen worden", berichtete Krach.
Die Schule werde erst nächste Woche wieder geöffnet. Die Spurensicherung sei noch nicht abgeschlossen, sagte Lehnberger. Hinweise erhoffen sich die Ermittler auch von der Auswertung der Computer-Festplatte des jungen Mannes.
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..so fest habe ich drauf gebissen.
Nein ich werde nicht hämisch erwähnen das keine Feuerwaffen im Spiel sind. Nein ich verkneif mir auch irgendeine Schadenfrohe Bemerkung hinsichtlich sog. "Killerspiele". Ich würde ja so gerne! aber angesichts des schieren Irrsins solcher Taten und den eigentlichen "Amoklauf" danach in der Politik und den Medien, bekomme ich Nachts kein Auge zu, weil ich den Eindruck habe, durch meine Äusserungen ein Teil dieses Irrsinns zu werden.
Ich weigere mich in diesem perversen Spiel weiterhin mitzumachen. Ich verweigere mich eurer Berichterstattung (damit ist nicht die Sueddeutsche direkt angesprochen, zumindest nicht nur) und eurer populistischen "Kadaver"Politik.
Ich habe den Artikel nicht einmal gelesen aber jede Wette ich könnte erraten was drinsteht.
Denkt das nächste mal bisschen nach wenn ihr euch wieder Schlaftabletten reinstopft, ob euch der Schlaf tatsächlich Medizinisch abhanden gekommen ist.
...aber auf jeden Fall hat er damit gerechnet, dass er sterben könnte und die Messerattacke am Schluss deutet darauf hin, dass die Polizei entspr. heraus fordern wollte.
Um bei Ihrem Beispiel zu bleiben. Wenn ein Architekt ein Haus baut und nach 20 Jahren fällt es ein, wird man trotzdem versuchen raus zu bekommen, was zum Einsturz geführt hat, damit künftig solche Architektenfehler vermieden werden.
Es geht sicher nicht darum, noch weitere Schuldige zu finden für eine Tat, die nur einer zu verantworten hat.
Zitat:
"Trauernde Schülerinnen vor dem Carolinum-Gymnasium.
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Trauer bedeutet die Reflexion über einen Verlust. Hier ist aber zum Glück niemand zu Tode gekommen."
Und ob es Verluste gibt: Ein Mensch zerstört dieses einmalige Geschenk seines Lebens und verletzt das anderer in schlimmster und höchst traumatisierender Weise. Die Opfer werden ihr ganzes Leben mit diesem unkontrollierbaren Einbruch des Furchtbaren zu leben haben - und dieses Leben hat eines verloren: Das Gefühl, unter anderen Menschen sicher sein zu können. Ab da lebt man ständig mit der Gewalt. Dies kann das Leben vertiefen - oder wenn das Trauma nicht aufgelöst wird und nicht Verständnis und Schutz geboten werden, wie schleichendes Gift das Leben immer mehr einschränken. Man ist jedenfalls niemals mehr der/die Selbe. Es gibt also gute Gründe, über dieses furchtbare Geschehen zu trauern.
Es ist so weitergehen. Die Kinder, die Menschen, Eltern tuhen mir ehrlich Leid. Doch im Interesse der Regierung wird sie niemals liegen. Denn sie hat diese Kinder so erzogen. Mit TV, Spielen und etc.
Paging