Fords Modelloffensive in Europa 15 neue Modelle bis 2015

Ford bringt bis 2015 insgesamt 15 neue Modelle auf den europäischen Markt, darunter viele SUVs. Vor allem vom Mini-SUV Ecosport erhofft sich Ford viele neue Kunden. Er basiert auf dem neuen Fiesta und ist in Südamerika und Asien ein großer Erfolg.

Von Wolfgang Gomoll

Bis 2015 wird Ford 15 neue Autos nach Europa bringen, darunter in zwei Jahren den Sportwagen Ford Mustang, den Luxus-SUV Ford Edge und mit dem 4,24 Meter langen Ecosport ein Öko-Auto am anderen Ende der Nachhaltigkeitsskala. Hintergrund der Produkt-Offensive bei den SUVs: Ford erwartet in diesem Segment in den nächsten fünf Jahren ein Wachstum von 34 Prozent.

Das Mini-SUV Ecosport ist in Brasilien schon lange erfolgreich und wurde dort seit 2003 über 700.000 Mal verkauft, ebenso in Indien und China. Dort wird der Kraxler ebenfalls produziert. Besonderes Markenzeichen ist das Ersatzrad an der Hecktür "Bei den schlechten Straßen in Südamerika ist das ein Muss", sagt Nick Collins, Produktdirektor für das globale B-Segment bei Ford-Europa. Bei aller gewollten Robustheit hat der kleine Geländewagen nicht mehr viel mit seinen Vorgängern gemein. Das Design mit dem extrem markanten Trapezgrill und den schmalen Scheinwerfern spiegelt die neue Ford-Formensprache wieder. Wobei der Ecosport ein wenig überzeichnet wirkt und mehr an eine Studie erinnert.

Infotainment-Bediensystem serienmäßig im Ecosport

Das Interieur mit der spacig anmutenden Mittelkonsole stammt größtenteils vom Kuga und bei den Motoren greift man ebenfalls beherzt im Konzernregal zu. Der Ein-Liter-Dreizylinder-Ecoboost-Benziner wird seinen Dienst verrichten, ebenso wie ein neuer Diesel mit 1,5-Litern Hubraum. Als Antriebsvarianten sind Front und Allrad geplant. ESP, ein Berganfahr-Assistent und eine Basis-Variante des neuen Infotainment-Bediensystem sind serienmäßig.

Der absichtlich robust gehaltene Ecosport basiert auf der gleichen Architektur wie der Fiesta. Der wird noch in diesem Jahr überarbeitet und vor allem optisch aufgefrischt. Die Details überraschen nicht: scharfe Linien und ein auffälliger Kühlergrill. Die Ausstattungsvarianten bleiben gleich, allerdings soll die Qualität deutlich verbessert worden sein. Auf den ersten Blick machte das Interieur einen guten Eindruck, wenn auch die Schalter und Knöpfe-Flut nach wie vor etwas verwirrt. Der Eco-Boost-Motor ist an Bord, außerdem ist Start-Stopp optional erhältlich. Bei der Spritspar-Variante Econetic ist das System serienmäßig zu haben. Auch ein Notbrems-Assistent ist beim Polo-Konkurrenten erhältlich. Sportfreunde können sich auf den Fiesta ST mit 180 PS freuen. Das 30-PS-Plus geht mit einem Verbrauchs-Minus von 20 Prozent einher.