Kraftvoll, flüsterleise und ganz ohne Abgase: Im Ford Edge Plug-in Hybrid arbeiten Akkupakete und eine Brennstoffzelle traut vereint.
Einen Autoschlüssel hat der Ford Edge noch. Ansonsten gibt es zwischen dem normalen SUV und dem Edge HySeries Drive Plug-in kaum Gemeinsamkeiten. Der Dreh am Schlüssel weckt denn auch keinen Benzinmotor, sondern zwei Elektromotoren mit zusammen 176 PS. Und statt Benzin im Tank liefert ein Dreigestirn aus Lithium-Ionen-Akkus, gespeichertem Wasserstoff und Brennstoffzelle die nötige Energie. Die Passagiere bekommen von all dem nichts mit. Der schwere Geländewagen mit den riesigen Rädern fährt sanft und flüsterleise an und lässt sich mit der leichgängigen Servolenkung butterweich durch Aachens Stadtverkehr dirigieren.
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Brennstoffzellengenerator, kombiniert mit Batteriebetrieb: Ford Edge HySeries Drive Plug-in (© Foto:)
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Bei den Abmessungen des Dickschiffs muss man in engen Straßen freilich Augenmaß beweisen. Doch gemütlicher und entspannter als in diesem Elektro-Mammut kann man wohl kaum durch die City gleiten. Wenn man das Gaspedal durchtritt, beschleunigt der Edge mit einer kontinuierlichen Kraftentfaltung - das macht Elektroautos so faszinierend. Erst bei höherem Tempo auf einer Stadtautobahn schwillt das Geräusch deutlich an. Doch die Geschwindigkeit ist ohnehin auf 140 km/h begrenzt.
Der Edge, der zurzeit in Fords europäischem Forschungszentrum in Aachen getestet wird, ist ein Brennstoffzellenhybrid mit Plug-in-Funktion, der einen Brennstoffzellengenerator mit Batteriebetrieb kombiniert.
Plug-in heißt: Das Auto hängt über Nacht an einer normalen Haushaltssteckdose, nach vier Stunden sind die Batterien aufgeladen. Auf den ersten 40 Kilometern kommt der Elektro-Geländewagen allein mit der Energie aus, die in den Batterien gespeichert ist. Sobald die Stromreserven zur Neige gehen und die Kapazität unter 40 Prozent sinkt, wird der Akku mit Hilfe der Brennstoffzelle während der Fahrt aufgeladen. Damit steigt die Reichweite um 320 Kilometer auf immerhin 360 Kilometer. Wer täglich nur in der Stadt unterwegs ist, würde mit 40 Kilometern Reichweite allerdings ganz gut auskommen und die Brennstoffzelle nur für längere Fahrten benötigen.
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Solche schweren Autos sind - egal wie der Antrieb gestaltet ist - in höchstem Maße ineffizient und es ist mir schleierhaft, warum sie gebaut und gekauft werden. Wir brauchen endlich eine gewichtsabhängige Kfz-Steuer!