Wider den Verkehrsinfarkt: Ab Mitte Juli stehen 10.000 Leihfahrräder in Paris bereit, ab Herbst sogar 20.000. Das Beste daran: Man kann sie preiswert abonnieren.
Bewegungsfreudigen Bürgern und Besuchern werden in Paris ab dem kommenden Monat 10.000 Leihfahrräder zur Verfügung stehen, bis zum Jahresende soll die Zahl der Leihfahrräder auf 20.000 erhöht werden. Die Pariser Stadtverwaltung startete gestern die Vorbestellungen für Jahresabonnenments. Für Touristen interessant sind die Tages- und Wochenabos, die ab dem 15. Juli mit Kreditkarte direkt an den zunächst rund 750 Verleihstationen im Stadtgebiet gekauft werden können.
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Die Fahrräder kosten einen beziehungsweise fünf Euro. Die erste halbe Stunde mit den Fahrrädern ist dann kostenlos. Die nächsten 30 Minuten schlagen mit einem Euro zu Buche. Danach wird es teuer: Die nächste halbe Stunde kostet schon zwei, alle darauf folgenden vier Euro.
Vor allem die Pariser sollen radeln, weniger die Touristen
Mit den ansteigenden Tarifen will die Stadt die Fahrräder für Kurzzeitnutzer bereithalten und verhindern, dass sie stunden- oder gar tagelang belegt sind. Zielgruppe sind weniger Touristen, sondern die Pariser selbst, denen eine Alternative zur Fortbewegung mit dem eigenen Auto in der von Staus geplagten Hauptstadt oder den überfüllten öffentlichen Verkehrsmitteln geboten werden soll.
Für die Hauptstädter bietet sich das Jahresabonnement an, das 29 Euro kostet. Die Preise zur Nutzung sind dieselben wie bei den Kurznutzern. Bei allen Abo-Varianten müssen die Mieter einer Abbuchungsermächtigung über eine Kaution von 150 Euro zustimmen. Diese wird über die Kreditkarte eingezogen, sollte das Fahrrad abhanden kommen.
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(sueddeutsche.de/afp)
Aufregung um Italiens Ex-Premier
In Wien gab es vor ein paar Jahren sogar kostenlose Leihräder, betrieben von einem von der Stadt subventionierten Verein. Leider führten Vandalismus und Diebstahl zum Scheitern des Projekts - der Mensch ist halt doch nicht Krone, sondern bestenfalls Unterhose der Schöpfung.
... läuft das "Bicing" bereits seit fast 2 Monaten.(www.bicing.com) Der Erfolg ist unglaublich für eine Stadt die keine große Fahrradtradition hat. Überall wuseln die kleinen roten Räder rum. Bis zu 100 Verteilerstellen werden im Endeffekt über die ganze Stadt verstreut zur Verfügung stehen. Das Ganze versteht sich als Ergänzung der öffentlichen Verkehrsmöglichkeiten.
- die ersten 30 Minuten sind gratis
- alle weiteren 30 Minuten: 30 Cents
- nach 2 Stunden muß das Rad zurückgebracht werden, sonst gibts 3 euro Buße
- nach 3 Bußen im Jahr wird das Abbonement gekündigt
- Jahresgebühr: 6 Euro in der Promotionsphase bis Juli, dann 24.