Wer sicher mit dem Fahrrad in die Saison starten will, sollte sich Zeit für einen ausführlichen Check nehmen: die wichtigsten Tipps.
Der Winter ist definitiv vorbei, Abertausende Fahrräder werden jetzt wieder zum Leben erweckt. Nach vielen Monaten Zwangspause - abgestellt in dunklen Fahrradkellern, in feuchten Gartenschuppen oder auch angekettet draußen vor der Tür - haben die Velos jetzt gründliche Pflege und vor allem eine Überprüfung verdient. Das erhält nicht nur den Wert, sondern dient vor allem der Sicherheit des Radlers. Und es sind nur wenige Handgriffe, die ein Fahrrad wieder auf Vordermann bringen.
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Mit gutem Gefühl: Eine Vielzahl von Komponenten lassen ein Fahrrad verkehrssicher werden. Eine gute Pflege gehört auch dazu. (© Foto: oH)
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Im ersten Schritt empfiehlt sich nach der langen Winterpause eine Wäsche. Dafür braucht es nicht mehr als dünne Seifenlauge, eine weiche Stielbürste und einen Schwamm. Anschließend wird das Rad mit einem Tuch trockengerieben; ein guter Schutz gegen Wasser und Schmutz ist Silikonspray, das nach dem Trocknen auf Rahmen, Schaltung, Umwerfer, Naben und Felgen aufgetragen wird. Oft vernachlässigt werden beim Frühjahrsputz Kette und Ritzel - hier tut eine ausgemusterte Zahnbürste gute Dienste; anschließend Kettenspray auf ein Tuch geben und die Glieder abreiben. Verlockend, weil schnell und einfach, sind Kettenreinigungsgeräte, die im Fachhandel angeboten werden. Das aber kann Nachteile haben, denn: Auf die Weise werden auch die Gelenke entfettet; zudem können Rückstände des Kettenreinigers das Eindringen des frischen Öls verhindern. Übrigens: Auch wenn die Verlockung noch so groß ist - ein Hochdruckreiniger sollte keinesfalls zum Einsatz kommen. Denn selbst moderne, gedichtete Industrielager halten dem Wasserdruck nicht stand, die Folge ist Rost im Inneren.
Streikt die Lichtanlage, sind bei neueren Rädern oftmals lockere Steckkontakte an den Leuchten und Dynamo die Ursache. Sinnvoll kann es aber auch sein, das Bike mit LED-Leuchten nachzurüsten. Nachdem sich in den vergangenen Jahren bereits Rückleuchten mit Lumineszenz-Diode (LED) bestens bewährt haben, kommt diese Technik jetzt auch in Frontscheinwerfern immer öfter zum Einsatz.
Ganz wichtig ist auch ein Blick auf die Reifen; ist das Profil abgefahren, kommen gar die darunterliegenden Gewebeschichten zum Vorschein oder zeigen sich Risse an den Flanken, ist ein Reifenwechsel notwendig. Entscheidend ist auch der richtige Luftdruck - Hinweise darauf finden sich stets an den Seiten des Reifens. Da es sinnvoll ist, den Luftdruck im Vier-Wochen-Turnus zu überprüfen, kann es sich lohnen, eine solide Standpumpe mit Manometer anzuschaffen.
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Kuriose Schilder (4)
Das Tragen eines Helms erhöht nicht die Wahrscheinlichkeit eines Verkehrsunfalls, Korrelation ist halt etwas anderes als ein Kausalzusammenhang. Menschen, die regelmäßig Fahrrad fahren, tragen mit höherer Wahrscheinlichkeit einen Helm als Gelegenheitsfahrer. Das heisst nicht, dass Helmträger riskanter fahren. Denn es kommt nicht auf die Unfallwahrscheinlichkeit an, sondern auf den Erwartungswert: Menschen, die mehr Kilometer im Jahr fahren verursachen im Schnitt auch mehr Unfälle.
Bei einem Sturz schützt ein Helm den Kopf sehr effektiv. Helmpflicht (auf öffentlichen Straßen zumindest) ist definitiv sinnvoll, dann nivellieren sich auch eventuelle Unterschiede sofort. Und auch sollten Autofahrer besser geschult werden, die Rechte der Radfahrer zu kennen und zu respektieren.
Also wenn schon Winterpause, dann empfiehlt sich vor der Winterpause das Pflegen und Putzen. Und nun einfach Reifen aufpumpen und los.
... dann sind meiner Erfahrung nach oft nicht die Kabelkontakte, sondern die Erdung, d.h. wackeliger oder korrodierter Minuspol zwischen Lampe und Rahmen (Rückstrahler und Gepäckträger oder Scheinwerfer und Verschraubung mit Bremse an Vordergabel) schuld. Vor allem, wenn, wie früher üblich, kein geschlossener Kabelkreislauf (keine "Doppelverkabelung") vorhanden ist.
Die lästige Kettenpflege kann man sich getrost schenken, wenn das Fahrrad mittels Zahnriemen angetrieben wird statt mit Kette.
Und die Kettenpflege landet dann auch nicht mehr in zweiter Instanz am Hosenbein.
s.a.: www.zahnriemenfahrrad.de
Na ja. Man sollte vielleicht dezent dazu schreiben, daß das Tragen eines Helmes die Wahrscheinlichkeit einer Kollision mit einem Auto deutlich erhöht (ca. 20%), weil die Autos beim Überholen weniger Abstand halten.
Vielleicht sollte man auch dazuschreiben, daß die ca 60 Statistiken zu dem Thema Sicherheit durch Helme, die Sicherheit durch Helme nicht belegen konnten. Damit konnten sie auch nicht den vorhergesagten 80%-Sicherheitsgewinn belegen.
Langhaarige Helmträger zählen übrigens zu den Danger-Seekern. Da halten Autofahrer im Schnitt 24.5 cm weniger Abstand als zu Langhaarigen ohne Helm.