Elektro-Busse Nächste Haltestelle: Zukunft

In Osnabrück könnten bald die ersten batteriebetriebenen Busse Deutschlands im Liniendienst unterwegs sein. In Italien rollen die Fahrzeuge schon, doch noch ist ihr Einsatzbereich begrenzt.

In Städten wie Rom oder Bologna surren sie schon übers Kopfsteinpflaster: Kleine Elektrobusse, gerade einmal sechs Meter lang und für die verwinkelten Gässchen der italienischen Altstädte bestens geeignet.

Zurzeit rollt ein Bus der Marke "BredaMenarinibus", wie er in Bologna verkehrt, auch durch Osnabrück. Die Stadtwerke testen das batteriebetriebene Fahrzeug zwischen den Haltestellen Neumarkt und Marienhospital.

Der Bus hat Platz für 22 Passagiere und kommt mit einer elektrischen Antriebsleistung von 30 kW aus. Das maximale Tempo beträgt 45 km/h. Die nötige Energie liefern modernde Lithium-Polymer-Akkus.

"Der Hersteller gibt die Reichweite des Busses mit maximal 120 Kilometern an. Aus Bologna wissen wir, dass in der Praxis im harten Stadtverkehr rund 80 Kilometer erreicht werden", sagt Burkhard Kötter, verkehrstechnischer Leiter bei den Stadtwerken Osnabrück.

Ein normaler Linienbus fahre zwischen 250 und 400 Kilometer am Tag und biete zudem 80 Fahrgästen Platz. Der Stromer kommt also nicht für alle Strecken in Frage.

"Die Beschleunigung ist völlig ruckfrei und ohne Lastschaltwechsel, es ist wie in einer Straßenbahn", sagt Burkhard Kötter. Die Stadt erhoffe sich von den Elektrobussen eine "gewaltige Betriebskostenersparnis". Denn: Ein Dieselbus verbrauche im Stadtverkehr rund 45 Liter auf 100 Kilometer. Der Anschaffungspreis des italienischen Elektrobusses entspreche mit 200.000 Euro dem eines normalen Busses.