Kriterium: weibliche Reize

"Wäre Cleopatras Nase etwas kürzer gewesen, hätte heute die ganze Welt ein anderes Gesicht" - so beginnt Joan Chiao von der Northwestern University in Evanston ihre Forschungsarbeit über die Kriterien, nach denen Frauen gewählt werden. Sie zeigte Versuchsteilnehmern Fotos von eher unbekannten Politikern und Politikerinnen und ließ sie unter anderem die Attraktivität der Gesichter bewerten. Anschließend sollten Probanden aus Paaren ihre Favoriten für das Amt des US-Präsidenten auswählen.

Die simulierten Abstimmungsergebnisse entsprachen tatsächlichen Wahlergebnissen. Unter den weiblichen Siegern fanden sich - anders als bei den Männern - überwiegend die Politikerinnen, die sehr hohe Punkte für Attraktivität erhalten hatten. Vor allem männliche Versuchsteilnehmer favorisierten hübsche Kandidatinnen. Offenbar wenden sie in Ermanglung anderer Erfahrungen Kriterien an, die sich in der Partnerwahl bewährt haben, vermutet die Forscherin.

Foto: AFP

25. September 2009, 15:342009-09-25 15:34:00 ©