Wahlen und PsychologieBizarre Wählerentscheidungen

Noch kämpfen die Politiker wortreich um unentschlossene Wähler. Doch wer nicht aus politischer Überzeugung abstimmt, entscheidet oft nach absurden Kriterien.

Noch kämpfen die Politiker wortreich um die unentschlossenen Wähler. Doch wer nicht aus festen politischen Überzeugungen heraus abstimmt, entscheidet oft nach absurden Kriterien.

Kriterium: Tiefe Stimme

Die Psychologen Stanford Gregory und Timothy Gallagher haben die Stimmen amerikanischer Präsidentschaftskandidaten aus den Wahlkampagnen von 1960 bis 2000 verglichen. Ihre Spektralanalyse ergab: In jedem Fall gewann der Kandidat mit der tieferen Stimmfärbung.

Die Verlierer hatten eine größere Variationsbreite in der Stimme, die auch höhere Frequenzen umfasste und damit weniger bestimmt und dominant wirkte. Männer, die sich überwiegend in tiefen Tönen äußern, werden dagegen mit Dominanz und einem hohen Testosteronspiegel in Verbindung gebracht. John Wayne brachte das Erfolgsrezept auf den Punkt, als er riet, ein Mann solle "mit tiefer Stimme, langsam und nicht zu viel reden".

Foto: ap

25. September 2009, 15:342009-09-25 15:34:00 ©