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Spanien:Doch kein Freilandversuch mit Gentech-Fliegen

Es hätte der erste Freisetzungsversuch mit Gentech-Insekten in der Europäischen Union sein sollen. Doch die britische Firma Oxitec hat ihren Antrag auf Versuche mit Olivenfliegen zurückgezogen, weil spanische Behörden mehr Sicherheitsprüfungen verlangen.

In Katalonien wird es vorerst keine Freiland-Versuche mit gentechnisch veränderten Insekten geben.

Die britische Firma Oxitec hat ihren Antrag für solche Experimente zurückgezogen, nachdem spanische Behörden zusätzliche Sicherheitsprüfungen verlangt haben.

Oxitec hatte ursprünglich geplant, im kommenden Frühjahr auf einer Olivenplantage in Katalonien männliche Fliegen freizusetzen, deren Erbgut im Labor zuvor verändert worden war.

Olivenfliegen können die Ernte einer Plantage erheblich verringern, weil die Larven die Früchte zerfressen. Paaren sich die männlichen Oxitec-Fliegen aber mit wild lebenden Weibchen, stirbt der Nachwuchs nach kurzer Zeit.

Auf diese Weise sollten die Schädlinge den Oxitec-Plänen zufolge auf der knapp einen Hektar großen, mit Netzen abgedeckten Versuchsfläche in Katalonien nach und nach ausgerottet werden.

Es wäre der erste Freisetzungsversuch mit Gentech-Insekten in der Europäischen Union gewesen.

Spanische Behörden haben nun jedoch weitere Studien unter anderem dazu gefordert, wie sich die neuartigen Fliegen auf Tiere auswirken, die sich von den Insekten ernähren.

Diese Versuche würden in Kürze beginnen, sagt Oxitec-Mitarbeiterin Esther Miller. Mit Ergebnissen rechnet sie in einigen Monaten. "Bis dahin folgen wir dem Rat der Behörden und ziehen unseren Antrag zurück." Sobald alle geforderten Daten vorliegen, wolle man ihn aber erneut einreichen.