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Serie: Mythen von Monstern (Teil 1):Der blutrünstige Ziegensauger

Nach und nach tauchten auch immer mehr Fotos angeblicher Chupacabras auf - insbesondere im Internet. Es handelte sich in der Regel um bizarre Kadaver oder Teile von Tieren, die so verwest waren, dass die Arten nicht zu identifizieren waren. Bei vielen Aufnahmen handelte es aber sich mit Sicherheit um Fälschungen.

Ein Chupacabra im Koffer? Die Story auf der Homepage von "The Austin Probe" ist nicht ernst gemeint.

(Foto: Screenshot: www.austinprobe.com)

Doch im Jahre 2000 gelang es einem nicaraguanischen Bauern in der Nähe der Stadt Tolapa endlich, einen Chupacabra zu erlegen. Zuvor hatte es in der Region eine Reihe von Angriffen auf Schafe gegeben. Dann begegnete der Farmer Jorge Luis Talavera nachts einer Kreatur, die seiner Meinung nach auf der Suche nach Schafen war.

Er schoss mehrmals auf das Tier. Drei Tage später wurde dann in der Nähe ein bereits stark verwester, unvollständiger Kadaver entdeckt. Angeblich hatte das Tier ein gelbes Fell mit dünnen, langen Haaren besessen, eine ledrige Haut, riesige Fangzähne, extrem große Augenhöhlen und Stacheln auf dem Rücken.

Medienberichten zufolge wurde der angebliche Chupacabra dann an der Universidad Nacional Autónoma de Nicaragua-León untersucht. Die Fachleute konnten allerdings nichts anderes darin erkennen als eine Art Hund, der überhaupt keine anomalen Eigenschaften aufwies. Talavera behauptet inzwischen, an der Universität seien die Kadaver ausgetauscht worden.

Vom Reptil zum hundeähnlichen Wesen

Spätestens seit dem Fund bei Tolapa aber hatte sich das äußere Erscheinungsbild des Chupacabras gewandelt. Hundeähnlich sollte das Monster nun also sein.

Als 2004 ein Farmer bei San Antonio, Texas, ein haarloses Raubtier erlegte, vermuteten manche, dieses sogenannte Elmendorf Beast sei ebenfalls ein Chupacabra. Das extrem magere Tier hatte eine bläuliche, schuppige Haut und große Reißzähne.

Ein Jahr später fing der Farmer Reggie Lagow in Coleman, ebenfalls Texas, ein seltsames Tier in einer Falle, das einige seiner Hühner und Truthähne gerissen hatte. Der Bauer machte eine Aufnahme des Wesens und schickte den Kadaver an das Texas Parks and Wildlife Department.

2006 fotografierte dann eine Einwohnerin von Turner in Maine ein offenbar von einem Auto überfahrenes hundeähnliches Tier. Bevor der Kadaver allerdings untersucht werden konnte ... hatten sich die Aasfresser darüber hergemacht.