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Ruhezustand:Warum schlafen Mensch und Tier?

Fast ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im bewusstlosen Zustand. Warum eigentlich? Obwohl diese Frage die Menschen seit Jahrhunderten beschäftigt, gibt es bis heute keine endgültige Antwort. Auch die Forschung hält nur Vermutungen bereit.

Schlaf ist, so nehmen viele Wissenschaftler an, eine Phase der Erholung, der Regeneration. Allerdings geht es dabei nicht um die körperliche Fitness, sondern um die geistige.

Schlaft gut!

(Foto: Foto: dpa)

Das Gehirn braucht demnach immer wieder die Gelegenheit, einen physiologischen Zustand herzustellen, in dem wir gut funktionieren. Dafür spricht zum Beispiel, dass während des Schlafens bestimmte Hirnwellen umso intensiver auftreten, je weniger der Betroffene zuvor geschlafen hat.

Im Schlaf blockiert das Gehirn Reize von außen, um ungestört die "Energie- und Rohstoff-Lager" wieder aufzufüllen.

Dass es kaum um körperliche Regeneration geht, zeigt der Blick auf den Energieverbrauch im Schlaf: In einer Ruhephase von acht Stunden sparen wir im Bett etwa 50 kCal - das entspricht ungefähr der Energie, die in zwei Scheiben Zwieback oder einem kleinen Apfel steckt.

Seit einigen Jahren mehren sich die Hinweise, dass Schlafen vor allem für die Informationsverarbeitung im Gehirn wichtig ist. Informationen, die wir am Tag gespeichert haben, werden im Schlaf "in Ruhe" neu organisiert.

Dabei werden offenbar die neuronalen Schaltkreise, die sich in unserem Gehirn beim Gewinn neuer Informationen im Wachzustand gebildet haben, vertieft.