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Google-Doodle-Wissen:Gerhard Mercator und die Kunst der Kartografie

Google Doodle Gerhard Mercator Kartograf 503 Geburtstag

Google ehrt den Kartografen Gerhard Mercator zum 503. Geburtstag mit einem Doodle.

(Foto: Screenshot Google)

Gerhard Mercator half Seefahrern seiner Zeit mit seinen Karten, ihr Ziel zu finden. Heute schätzen wir sie für ihre Darstellungen fremder Völker und stolzer Schiffe als grafische Kunstwerke. Google widmet Mercator zum 503. Geburtstag ein Doodle.

Immer wieder zeigt Google auf der Startseite bunte Bilder oder Animationen - und erinnert damit an besondere Menschen oder Ereignisse. Wir sagen Ihnen, was Sie zum Google-Doodle unbedingt wissen müssen. Heute: 503. Geburtstag des Kartografen Gerhard Mercator.

Das ist zu sehen:

Das Google Doodle zeigt heute Gerhard Mercator beim Vermessen eines Globus in einer Studierstube. Im 16. Jahrhundert war der in Rupelmode im belgischen Flandern geborene Denker vor allem als Geograph und Kartograf bekannt. Schon zu Lebzeiten wurde er als neuer Ptolemäus verehrt - auf den griechischen Astronom geht das im Mittelalter verbreitete geozentrische Weltbild zurück. Die Seefahrer des 16. Jahrhunderts schätzten die Karten des Gerhard Mercator, da sie ihnen erlaubten, Kurs zu halten und den Weg zum Ziel exakt zu berechnen.

Dinge, die Sie wissen müssen:

  • Weltruhm erlangte Gerhard Mercator mit seiner großen Weltkarte von 1569 (Nova et aucta orbis terrae descriptio ad usum navigantium). Die Anzahl der angefertigten Karten Mercators ist sehr übersichtlich, denn er sah sich nicht als reinen Kartografen sondern vielmehr als Wissenschaftler, der die Welt umfassend erklärt.
  • Der Ruhm, ein neuer Ptolemäus zu sein, hat Mercator nicht vor Verfolgungen geschützt. 1544 beschuldigte man ihn in Flandern der Ketzerei und warf den vermeintlichen Anhänger der lutherischen Lehre in das Verlies des Grafenschlosses von Rupelmonde. 1552 ging er nach Duisburg, wo unter Wilhelm dem Reichen mehr Toleranz herrschte.
  • Gerhard Mercator hatte seine Karriere 1537 mit einer Karte des Heiligen Landes begonnen und seine Atlanten in einem übergreifenden Zusammenhang geplant: Ihm ging es um die geographische, historische und theologische Beschreibung der gesamten Welt. Die von ihm entwickelte Form der Zylinderprojektion, die eine winkeltreue Abbildung der Erdoberfläche ermöglicht, heißt bis heute Mercator-Projektion.

Interessant für:

Historiker, Kartografen, Globetrotter und Kunstfreunde

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© pram/deyk

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