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Biologie:Mini-Monster

Anotheca spinosa, a tree frog from Central America, likely uses the bony spikes on its skull as a defense against predators.

Schädel eines Kronenlaubfroschs (Anotheca spinosa).

(Foto: Edward Stanley/Florida Museum)

Frösche sind nicht nur harmlose Tierchen, die grün und klitschig am Seeufer in der Sonne sitzen. Forscher zeigen, dass manche von ihnen sogar Stacheln tragen.

Die meisten Menschen halten Frösche nur für irgendwie glatte, weiche und glitschige Wesen. Eine Computertomografie-Studie von Wissenschaftlern des Florida Museum of Natural History an 158 Arten aus allen lebenden Frosch-Familien zeigt, dass dies ein Irrtum ist: Demnach weisen manche Frösche äußerst bizarre Kopfformen auf - mit diversen Rillen, Stacheln und Vertiefungen.

Solche Merkmale hätten sich immer wieder in der Evolution entwickelt. Besonders ausgeprägt seien diese Formen bei Fröschen, die Vögel und Säugetiere fressen, manche von ihnen seien sogar giftig. Der hier abgebildete Vertreter der Art Anotheca spinosa, ein Baumfrosch aus Mittelamerika, zeichnet sich durch spitze Stacheln auf dem Schädel aus. Vermutlich dienen sie der Abwehr von Feinden.

© SZ vom 28.03.2020 / SZ

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