Wohnen:Großes Stadt-Land-Gefälle im Wohnungsbau

Beim Wohnungsbau in Bayern verschärft sich das Stadt-Land-Gefälle: In den von Wohnungsmangel besonders geplagten Städten lässt der Bau stark nach. Darauf lassen neue Zahlen des Statistischen Landesamts schließen. Insgesamt genehmigten die Behörden im Freistaat im vergangenen Jahr den Bau 80 344 neuer Wohnungen, wie die Behörde am Dienstag in Fürth mitteilte. Das war in Summe ein Spitzenwert: "Seit 1995 gab es nicht mehr so viele Baufreigaben wie im letzten Jahr", sagte Bauministerin Kerstin Schreyer (CSU). "Ich habe immer gesagt, dass gegen die Wohnraumknappheit nur Bauen, Bauen, Bauen hilft." Doch verbergen sich hinter dieser Zahl große regionale Diskrepanzen. Denn sehr viele neue Wohnungen entstehen nicht dort, wo sie nach Einschätzung nahezu aller Fachleute am dringendsten benötigt werden: in den Städten. Nur in ländlichen Regionen Bayerns setzt sich der Bauboom fort. Laut Landesamt sank die Zahl der Wohnungsbaufreigaben in den acht Großstädten um fast ein Fünftel, ein leichtes Minus gab es auch in vielen kleineren Städten. Dementsprechend sieht der Verband der bayerischen Wohnungsunternehmen keine positive, sondern eine gefährliche Entwicklung.

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