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Wochenausblick:Was kommt

Volkswagen - Produktion von Batteriezellen für Elektroautos

Der neue Elektrische von Volkswagen.

(Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Keine Woche ohne Klimawandel und E-Mobilität. Am Montag läuft im VW-Werk Zwickau die Produktion des neuen Elektrofahrzeugs an.

Wenn Firmen modern wirken wollen, versuchen sie häufig, sich oder ihrem Produkt einen Namen zu geben, der irgendwie nach Internet klingt. Das Ergebnis ist oft kurios. Das soziale Netzwerk Twitter beispielsweise hieß früher "twttr", ohne Vokale, bis auffiel, dass das schwer auszusprechen ist. Oder Firmen stecken ein @ in den Markenn@men, was so hip wirkt, wie ein Fax zu schicken. Volkswagen versucht es jetzt mit einem Punkt. Das erste richtige E-Auto von VW (Zukunft!) heißt in der Konzernschreibweise "ID.3" . Dreieinhalb Jahre Entwicklungszeit stecken im I-De-Punkt-Drei. Am Montag startet in Zwickau offiziell die Produktion des neuen Elektrofahrzeugs. Im Sommer soll das Auto dann in den Verkauf gehen, VW meldet mehr als 30 000 Vorbestellungen. Der Montag ist Elektro-Tag, in Berlin treffen sich mal wieder Vertreter von Bundesregierung und Autobranche, um über E-Mobiltät zu reden. Diesmal soll es unter anderem um den Ausbau der Lade-Infrastruktur gehen.

Dienstreise für Christine Lagarde: Die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank fährt nach Berlin und hält dort am Montagabend eine Laudatio auf Wolfgang Schäuble, der Bundestagspräsident erhält einen Preis der Zeitschriftenverleger. Und da es schwierig ist, über Wolfgang Schäuble zu reden, ohne über Deutschland zu reden, wird der Auftritt Lagardes auch dahingehend angehört werden, ob sie sich zu den deutschen Kritikern der EZB-Geldpolitik positioniert.

424 Euro im Monat bekommt eine alleinstehende Person, wenn sie Arbeitslosengeld II erhält. Wer Jobangebote ausschlägt oder andere Anweisungen von der Behörde ablehnt, dem kann das gekürzt werden. Kritiker monieren, dass das nicht immer verfassungsgemäß sei. Am Dienstag verkündet das Bundesverfassungsgericht sein Urteil zur Rechtmäßigkeit von Hartz-IV-Sanktionen.

Wie ist der Stand im Handelsstreit? China-Korrespondent Christoph Giesen fährt auf die Importmesse in Shanghai und bringt für die Ausgabe vom Mittwoch ein Stimmungsbild mit.

Wochenlang haben sich die fünf Wirtschaftsweisen wieder in Wiesbaden eingesperrt: Im dortigen Gebäude des Bundesamts für Statistik arbeitet der Sachverständigenrat am Jahresgutachten, nah dran also an allen notwendigen Daten. Diesmal wurden die Forscher beim Analysieren unterbrochen, weil eine von ihnen - Isabel Schnabel - ins Direktorium der Europäischen Zentralbank berufen werden soll. Doch ein Jahresgutachten ist wieder fertig geworden, und präsentiert wird es ebenfalls am Mittwoch.

Nur einen Tag später, am Donnerstag, trifft sich die Euro-Gruppe in Brüssel, das sind die Finanzminister der Länder mit der gemeinsamen Währung. Es geht dann um Schnabels Berufung ins Direktorium der EZB. Die Personalie steht im Entwurf der Tagesordnung unter "Punkt 2 Verschiedenes".

Was noch? Kommende Woche endet die große Vorsorgeserie mit Beiträgen zu Steuern im Rentenalter und zu Auszahlungsplänen. Alle bisher erschienenen Artikel stehen unter SZ.de/sorgenfrei und werden anschließend auch gebündelt als digitale Sonderausgabe erscheinen.

© SZ vom 02.11.2019
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