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Werbung:Pokal verloren, Sponsor gefunden

Profi-Fußballer Neymar könnte bald für Puma werben.

(Foto: David Ramos/AP)

Der Fußballstar Neymar will die Zusammenarbeit mit Nike beenden.

Von Uwe Ritzer

Viele rührten seine Tränen nach dem verlorenen Champions-League-Finale gegen Bayern München, andere sahen sie mit Schadenfreude. Neymar da Silva Santos Júnior, 28, brasilianischer Profifußballer, polarisiert die Fußballwelt angesichts seiner chronischen Fallsucht und unerwünschten Schauspieleinlagen auf dem Spielfeld. Immerhin hat der Stürmer von Paris St. Germain genügend Fans, um als Werbe-Ikone ein paar Millionen Euro nebenher zu verdienen. Im Alter von 13 Jahren nahm ihn der US-Sportartikelriese Nike unter Vertrag, zu dessen wichtigsten Testimonials Neymar seither zählt. Nun allerdings trennen sich die Wege, wie ein Nike-Sprecher bestätigte. Neymar zieht es offenkundig nach Franken, zum Herzogenauracher Sportartikelhersteller Puma. Eine Firmensprecherin wollte den Deal auf Anfrage allerdings weder bestätigen noch dementieren. Alle Anzeichen deuten jedoch darauf hin, dass Neymar bei Puma künftig die zentrale Rolle einnehmen soll, die Zeit seines aktiven Sportlerlebens Usain Bolt hatte, der seine Sprinter-Karriere vor drei Jahren beendet hat. Bis dahin war der Jamaikaner mit den vielen Goldmedaillen bei Olympia und Weltmeisterschaften global die wichtigste Werbefigur von Puma. Offenkundig ist die Marke mit dem Raubtiersymbol bereit, Neymars finanzielle Vorstellungen zu erfüllen, an denen die Fortsetzung seines Engagements mit Nike gescheitert ist. Sponsorenverträge dieser Art sind meist erfolgsabhängig gestaltet, in der Top-Kategorie jedoch im unteren zweistelligen Millionenbereich angesiedelt.

© SZ vom 01.09.2020

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