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Volkswagen:US-Aufseher beendet Prüfungen

US-Aufseher Larry Thompson hat seine Prüfungen bei Volkswagen beendet und dem Autohersteller nach Angaben der Konzernführung insgesamt ein gutes Zeugnis für die Aufarbeitung des Dieselskandals ausgestellt. Der frühere Staatssekretär im Justizministerium in Washington habe "bestätigt, dass Volkswagen ein anderes und ein besseres Unternehmen geworden ist - und dass wir die Verpflichtungen aus unseren Vereinbarungen mit den US-Behörden eingehalten haben", sagte VW-Rechtsvorständin Hiltrud Werner.

Thompson hatte rund drei Jahre lang beobachtet, ob VW nach dem Schuldeingeständnis gegenüber der US-Regierung zur Abgaskrise die zugesagten Reformen umsetzt und mögliches Fehlverhalten von Mitarbeitern konsequenter ahndet.

Werner betonte, die Optimierung interner Regeltreue- und Whistleblower-Systeme gehe unabhängig davon jedoch weiter. "Das Erreichen des Zertifikats, das er uns ausgestellt hat, ist ein Meilenstein, aber nicht das Ende", erklärte sie. "Wir werden in gleicher Weise weiterarbeiten." Die Wolfsburger hatten nach dem Auffliegen der Software-Manipulationen in den USA eingeräumt, bei der Abgastechnik von Dieselfahrzeugen betrogen zu haben. Insgesamt musste VW bis dato rund 32 Milliarden Euro an Kosten verbuchen, den Großteil davon in Nordamerika. Thompson war dem Konzern als "Aufpasser" zur Seite gestellt worden, um die in den milliardenschweren zivilrechtlichen Vergleichen vereinbarten Verbesserungen zu überprüfen und sicherzustellen, dass sich ein solcher Betrug nicht wiederholt.

© SZ vom 15.09.2020 / dpa

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