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Ungleichheit:Die reichsten zehn Prozent besitzen die Hälfte der Vermögen

Die Ungleichheit in Deutschland nimmt zu, wenn man die vergangenen zehn Jahre vergleicht. Doch zuletzt zeigte sich ein anderer Trend.

Wie sind die Vermögen in Deutschland verteilt? Das soll der Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung beantworten, den Bundesarbeitsministerium unter Andrea Nahles (SPD) in diesem Jahr erneut vorlegen will. Zuletzt hatte das damals noch von Ursula von der Leyen (CDU) geführte Ministerium vor drei Jahren einen solchen Report veröffentlicht (hier als PDF).

Nun wird vorab eine erste wichtige Zahl aus dem neuen Bericht bekannt: Die oberen zehn Prozent der Haushalte verfügten im Jahr 2013 über 51,9 Prozent des Nettovermögens, berichtet die Passauer Neue Presse. Das ist zwar etwas weniger als 2008 (53 Prozent), aber etwas mehr als 2003 (49 Prozent).

In den Vergleichszeitraum zwischen 2008 und 2013 fallen die Finanz- und die Euro-Krise. In solch schwierigen Zeiten sinken in der Regel die Vermögen der Reichsten, weil sie im Durchschnitt mehr Geld in Aktien investieren als die Mittelschicht oder Menschen ohne Ersparnisse.

© SZ.de/bbr/sry
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