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Umweltschutz:GM gegen Trump

In der US-Debatte um Standards für saubere Luft wechselt der Autobauer General Motors die Seiten. GM werde sich aus einer Klage der US-Regierung von Präsident Donald Trump gegen den Staat Kalifornien zurückziehen, schrieb GM-Chefin Mary Barra am Montag in einem Brief an Umweltschutzgruppen. Der Konzern stimme dem Plan des designierten Präsidenten Joe Biden zu, dass mehr E-Autos auf den Markt müssten. "Wir glauben, die ehrgeizigen Elektro-Ziele des gewählten Präsidenten, Kaliforniens und von General Motors sind auf einer Linie, um den Klimawandel durch eine drastische Senkung der Autoabgase zu reduzieren", erklärte Barra in dem Brief.

2019 stellten sich GM, Fiat Chrysler, Toyota und zehn kleinere Autobauer auf die Seite der Trump-Regierung. Diese geht vor Gericht gegen den Staat Kalifornien vor; Kern des Streits ist die Frage, ob Kalifornien das Recht hat, eigene Richtlinien für Treibhausgasemissionen und den Kraftstoffverbrauch zu setzen. Die Trump-Regierung hatte zuvor eingeführte Auflagen zur Umweltverschmutzung und zum Spritverbrauch zurückgenommen und sich dagegen ausgesprochen, dass einzelne US-Staaten jeweils strengere Vorgaben machen können als vom Bund vorgegeben.

© SZ vom 24.11.2020 / AP
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